Eine neue Wohnung zu beziehen enthält oft die Hoffnung auf ein neues Leben. Uwe Johnson schildert Hannah Arendt in einem Brief den Blick auf Themse und Meer aus seinem neuen Domizil. Es ist derselbe Brief, in dem der Literat der Philosophin von seinem Herzinfarkt schreibt. Wenige Monate darauf stirbt die bewunderte Freundin. Wie eine Erinnerung an die Hoffnung wirkt dagegen die Szenerie in dem Gemälde von Theo Greiner. Die Wärme der Behausung vermag kaum gegen die verstörende Unruhe anzukommen, die die Isolation, die Menschenleere in diesem litoralen Idyll erwecken. Mit ikonographischen und malerischen Mitteln des Realismus erzeugt der Lüpertz-Schüler spannungsvolle, an Assoziationen reiche Imaginationen, wie Abbilder des Irrealen. zdb/kjs
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