Der Amerikaner Elihu Vedder (1836–1929) ist ein markanter Vertreter des Symbolismus. In seinem Tafelbild „Memory“ taucht über gewaltiger Meereslandschaft die Vision eines Frauenkopfs auf. Die Frage, was das Gesicht in Erinnerung rufen will, bleibt, typisch für den Symbolismus, unbeantwortet. Die Betrachter werden ihren eigenen Dämonen, Mysterien und Mahnungen überlassen. D. H. Lawrence (1885–1930) untersucht in seinen leidenschaftlichen Texten über die amerikanische Literatur auch Herman Melville. Landschaften und ihre Bewohner tragen die Erinnerungen von Jahrtausenden in sich, alte Träume und Albträume lassen einen nie mehr los. Auch Charles Baudelaire (1821–1867) verbindet die Seele des Menschen mit jener des Meeres. Abgründe tun sich auf. zdb
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