TraumStrand – StrandTraum

Ein Strandtag in Japan birgt die Chance, Wunderliches zu erleben. Und für solches ist in Japan die Comic-Kunst Manga zuständig

Der Manga ist eine Spezies des Comics, die sich nach dem Zweiten Weltkrieg in Japan unter den Einflüssen westlicher Kultur entwickelte.
Anders als in Europa, das historisch zwischen Schrift als Träger der Hochkultur und Bild als Medium der Massenkultur unterscheidet, entsprechen Mangas der alten japanischen Lesetradition, die eine Mischung aus Bildsymbolen und phonetischen Buchstabenzeichen kennzeichnet. Ihre Ahnen reichen bis zu den Bildrollen „emaki“ des zwölften Jahrhunderts mit ihren volkstümlichkomischen Sujets. Den Begriff „man-ga“, etwa „witzige gezeichnete Bilder“, prägte um 1850 der Holzschnittkünstler Hokusai.
Mangas sind eine Art grafischer Romane, die Tausende Seiten und Telefonbuchdicke erreichen können. Kaum ein anderes Medium betreibt so weitreichende intermediale Experimente mit Schrift und Bild. Einerseits sind die Bilder ikonisiert, zugleich wird Schrift in Sprechblasen und Lautmalerei bildhaft. Schrift und Bild verschmelzen zu einer Ausdrucksform, zu deren Vorzügen vor allem die schnelle Konsumierbarkeit gehört. Ihre prominentesten Schöpfer, Mangaka genannt, haben in Japan den Status von Popstars.
Als Spiegel des modernen Japans sind Mangas maßgeblicher Teil der Populärkultur.
Manga-Magazine und -Bücher machen in Japan bis zu 40 Prozent aller Druckerzeugnisse aus. Sie wenden sich zuerst an Teenager; es gibt jedoch
Mangas für nahezu jede Altersstufe, gesellschaftliche Gruppe und sexuelle Präferenz.
Mangas sind kein allein japanisches Phänomen mehr. Ihre Helden sind weltweit Kultfiguren, auch eine Folge der Vermarktung in Form von Zeichentrickfilmen und Computerspielen. Manga-Ästhetik spiegelt sich heute in Design und Mode und ist Gegenstand der Kunst.
Der mare-Manga stammt aus der Feder der jungen österreichischen Mangaka Melanie Schober, die unter anderem bei dem führenden Manga-Verlag in Deutschland, dem Hamburger Carlsen verlag, veröffentlicht.

mare No. 58

No. 58Oktober / November 2006

Von Melanie Schober und Karl J. Spurzem

Melanie Schober, geboren1985 in Saalfelden am Steinernen Meer, zeichnete bereits als Kind mit Begeisterung eigene Comics. 2006 wurde sie vom Carlsen Verlag entdeckt und debütierte dort mit ihrem Chibi-Manga Raccoon.

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Vita Melanie Schober, geboren1985 in Saalfelden am Steinernen Meer, zeichnete bereits als Kind mit Begeisterung eigene Comics. 2006 wurde sie vom Carlsen Verlag entdeckt und debütierte dort mit ihrem Chibi-Manga Raccoon.
Person Von Melanie Schober und Karl J. Spurzem
Vita Melanie Schober, geboren1985 in Saalfelden am Steinernen Meer, zeichnete bereits als Kind mit Begeisterung eigene Comics. 2006 wurde sie vom Carlsen Verlag entdeckt und debütierte dort mit ihrem Chibi-Manga Raccoon.
Person Von Melanie Schober und Karl J. Spurzem
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