Tauchen

Fundstücke aus Kunst und Literatur

Der in La Spezia lebende Schriftsteller Maurizio Maggiani (geboren 1951) weiß um eine Sehnsucht: die des Tauchers, unten zu bleiben, nie mehr nach oben zu müssen. Der Erzähler in dem 1996 erschienenen Roman „Der Mut des Rotkehlchens“ lässt sich durch die Welt treiben, als Suchender. Sein Schriftstellerdasein beendet er abrupt; er will sich zurückziehen, am liebsten auf den Meeresgrund. Er beginnt zu tauchen – eine folgenreiche Entscheidung. Abtauchen war auch ein Thema Fernand Légers (1881–1955). Sein „Taucher auf gelbem Grund“ entstand im Jahr 1941 im amerikanischen Exil. Der französische Maler, Grafiker und Keramiker, Erfinder des Tubismus, einer Spielart des Kubismus, hatte zu dem Zeitpunkt zum Figürlichen zurückgefunden. Léger arbeitete oft mit den Grundfarben Rot, Gelb und Blau und verwendete häufig röhrenartige Strukturen, so auch in dem Bild mit den taumelnden Taucherinnen. zdb


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mare No. 48

No. 48Februar / März 2005

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