Schrecken der Verlorenheit

Fundstücke aus Kunst und Literatur

Der chilenische Dichter und Literaturprofessor Gonzalo Rojas (1916 –2011) mokiert sich 1964 pointiert über seinesgleichen, die Intellektuellen, die alles zerreden und analysieren und sich so von ihren Gefühlen abspalten. Die Sturmnacht wird ihm zum Symbol dieser Entfremdung. Der Autor des „Seewolfs“, Jack London (1876 –1916), thematisiert seine eigene Sprachlosigkeit im Angesicht eines furchterregenden Sturmes. Keine Worte vermögen der Gewalt des Meeres gerecht zu werden, der Mensch schrumpft angesichts der tobenden See zu stummer Bedeutungslosigkeit. Max Pechstein (1881–1955) war viel auf dem Meer unterwegs, er kam bis in die Südsee. Sein Bild „Fischerboot“ lässt uns teilhaben an der Angst der Männer, die in einem kleinen Boot um ihr Leben kämpfen. Das Gemälde und andere Werke Pechsteins sind bis zum 3. September 2017 im Bucerius Kunst Forum in Hamburg zu sehen. zdb


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mare No. 123

No. 123August / September 2017

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