Biologie
Riesenkrokodil bricht Rekord
Drei Wochen lang jagten Wildhüter das Riesenreptil, nun haben sie es endlich geschnappt. Das Salzwasserkrokodil aus dem philippinischen Bunawan ist 6,2 Meter lang, über eine Tonne schwer und somit möglicherweise das größte Krokodil, das jemals lebendig gefangen wurde. Das rund 50 Jahre alte Tier hatte die Bewohner von Bunawan seit Längerem terrorisiert. Es soll mehrere Menschen, darunter ein zwölfjähriges Mädchen, getötet haben. Für die Experten vom Palawan Wildlife Rescue and Conservation Center war es ein besonders schwieriger Fall. Immer wieder hatte das Krokodil Fallen geplündert und sie zerstört zurückgelassen. Etwa 100 Anwohner mussten nach Zeitungsberichten am Ende mithelfen, das Krokodil mit Seilen aus einem kleinen Fluss zu ziehen. Jetzt soll das Krokodil, dem man den Namen Lolong gegeben hat, einen guten Zweck erfüllen – und zwar als Geld bringende Touristenattraktion in einem Ökopark nahe Bunawan. Allerdings macht dem Tier die Gefangenschaft zu schaffen; in den ersten Wochen verweigerte es das Fressen. „Ob der Park tatsächlich ,öko‘ ist, darf man getrost hinterfragen, und wie es dem Tier dort geht, auch“, sagt Manfred Niekisch, Direktor des Frankfurter Zoos. Ein australischer Forscher bestätigte mittlerweile, dass es sich bei dem Tier um das größte Krokodil handelt, das derzeit in einem Zoo zu sehen ist. Dem „Guinness-Buch der Rekorde“ liegt bereits ein Anmeldeantrag zu Lolong vor. Falls es das philippinische Reptil in die Rekordesammlung schafft, würde es Cassius Clay vom Thron stoßen, mit 5,5 Metern das bislang größte Krokodil in Gefangenschaft. Es wurde 1984 in Australien gefangen und lebt dort in einem Zoo auf Green Island. muk
Seefahrt
Platz eins für „Duckdalben“
Der Hamburger Seemannsclub „Duckdalben“ ist der beste Seemannsclub der Welt. Beim Wettbewerb des International Committee on Seafarers’ Welfare setzte der Club sich gegen mehrere hundert internationale Mitbewerber durch. „Der Titel ist für uns eine große Belohnung und Anerkennung unserer Arbeit“, sagt Anke Wibel, stellvertretende Clubleiterin und Seemannsdiakonin. Seeleute aus aller Welt hatten die Gelegenheit, ihre Stimme abzugeben. In Briefen und E-Mails lobten sie das umfassende Angebot von Service, Sport, Spiel und Entspannung in dem roten Backsteinhaus unterhalb der Köhlbrandbrücke. Hervorgehoben wurden auch die Gastfreundschaft im „Duckdalben“, die Räumlichkeiten und die kostenlose Busverbindung zwischen Terminal und Club. Seefahrer nutzen kurze Liegezeiten im Hafen, um im Club in Ruhe nach Hause zu telefonieren, im Internet zu surfen oder Sport zu treiben. „Nach Wochen an Bord tut es vielen Seeleuten gut, einfach mal mit jemand anderem als den Kollegen zu reden“, sagt Wibel. Für die Seefahrer ist der Kurzausflug eine wichtige Auszeit. „Die aktuelle Wirtschaftskrise und die Schifffahrtskrise führen zu schlechteren Arbeits- und Lebensbedingungen an Bord“, sagt Barbara Ruthmann, die bei der Gewerkschaft Ver.di die Billigflaggenkampagne betreut. Umso wertvoller seien die freien Stunden in einem Seemannsclub. Seit der Eröffnung vor 25 Jahren haben mehr als 735 000 Seeleute ihre Freizeit im „Duckdalben“ verbracht, durchschnittlich 100 Gäste verzeichnet der Club täglich. Die Einrichtung wird durch Spenden und Zuschüsse finanziert. muk
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