Neuigkeiten aus der Welt der Meere

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Kultur

Designmuseum in Dundee

Es ist ein Gebäude, das auffällt: das neue Designmuseum im Hafen der schottischen Stadt Dundee. Direkt am Firth of Tay, einem Meeresarm der Nordsee, gelegen, ragt es wie zwei Schiffe aus dem Uferviertel heraus. Die Außenwände mit 2500 dunklen Steinlamellen erinnern an die rauen Klippen der nordöstlichen Küste Schottlands. V&A Dundee heißt das Museum und ist eine Außenstelle des Londoner Victoria & Albert Museum. Entworfen wurde es vom japanischen Architekten Kengo Kuma. Seit der Eröffnung im vergangenen September besuchten bereits rund 400 000 Menschen das Museum – darunter auch Prinz William und Herzogin Kate, die das V&A Dundee im Januar offiziell einweihten. Tristram Hunt, Direktor des Londoner Victoria & Albert Museum, sagt: „Das Museum stärkt die Position Dundees als internationaler kultureller Anziehungspunkt.“ Herzstück des Museums sind die Scottish Design Galleries, wo zum Beispiel Tartanstoffe, Strickpullover mit Fair-Isle-Mustern oder schottische Paisley-Paschminas zu sehen sind. Auch zeitgenössisches Modedesign gehört zur Ausstellung. Höhepunkt ist der „Oak Room“ des großen schottischen Architekten Charles Rennie Mackintosh, ein eichenholzgetäfelter Saal im Glasgow Style, dem schottischen Jugendstil. Er ist zum ersten Mal seit 50 Jahren wieder zugänglich. mz


Biologie

DNA-Suche nach Fischen

Der Nachweis einer bestimmten Fischart in einem Meeresgebiet gleicht oft der Suche nach der sprichwörtlichen Nadel im Heuhaufen. Das könnte sich bald ändern. Forscher arbeiten an einer ganz neuen Nachweismethode für Meeresbewohner: einem genetischen Fingerabdruck. Marine Umwelt-DNA lautet der Fachausdruck für die minimalen Erbgutspuren, die Fische und andere Lebewesen als Teil von Schleim oder Ausscheidungen im Meerwasser hinterlassen. Dank enormer Fortschritte in der DNA-Sequenziertechnik lassen sich inzwischen selbst einzelne Molekülabschnitte in einer Wasserprobe vervielfältigen, entziffern und durch den Vergleich mit Datenbanken ihren Urhebern zuordnen. Wie gut das schon jetzt funktioniert, zeigen Daten, die Biologen der New Yorker Rockefeller University vor Kurzem einem Fachpublikum präsentierten. In kleinen Wasserproben aus Hudson und East River und dem Meer rund um New York konnten sie die DNA der meisten für die Region bekannten Fischarten identifizieren und über einen Zeitraum von anderthalb Jahren auch deren Wanderungen nachvollziehen. Jesse Ausubel, Umweltwissenschaftler an der Rockefeller University, sagte, man könne zum Beispiel genau nachverfolgen, wann eine Schollenart zum Ablaichen in die Flüsse wandert – und Baggerarbeiten im Hafen so lange unterbrechen. gr


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mare No. 133

No. 133April / Mai 2019

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