Kunst
Sydneys Hafen in neuem Licht
Die deutsche Künstlergruppe „Urbanscreen“ hat das Opernhaus von Sydney für eine imposante Lichtinstallation genutzt. Im Rahmen des zweiwöchigen Kunstspektakels „Vivid Sydney“, eines der wichtigsten Kreativfestivals der südlichen Hemisphäre, projizierten die Bremer Künstler riesige 3-D-Grafiken auf die Oberfläche des berühmten Wahrzeichens. Die Schalen des Operndachs verwandelten sich so in flatternde Segel, Tänzerinnen räkelten sich auf der Oberfläche, und riesige Hände schienen von der Innenseite her das Dach aufdrücken zu wollen. „Unsere Kunst ist eine Hommage an Jørn Utzon, den Architekten der Sydneyer Oper“, sagt Manuel Engels von „Urbanscreen“. „Utzon wollte der Architektur einen menschlichen Zug geben – und dementsprechend wollen wir mit unserer Kunst seine Arbeiten erfahrbar machen.“ Zur Vorbereitung für die Aktion arbeitete das Team mit einem 3-D-Modell der Oper und baute Teile der Fassade für Studioaufnahmen nach. „Es war eine große Herausforderung, weil das Gebäude keine reine Fassade, sondern eher eine Skulptur ist und so viele verschiedene Blickpunkte bietet“, sagt Engels. Der australische Bundesstaat New South Wales veranstaltete bereits zum vierten Mal das „Vivid Sydney“-Festival. In den Abendstunden erleuchteten mehr als 60 Lichtinstallationen das Viertel rund um den Hafen. muk
Film
Kinoreife Flucht aus Kuba
Zwei kubanische Schauspieler des mehrfach prämierten Filmes „Una noche“ („Eine Nacht“) leben offenbar das Drehbuch nach. Sie haben einen Aufenthalt in den USA
genutzt, um sich abzusetzen. Wie die Nachrichtenagentur Reuters berichtet, tauchten die beiden Schauspieler Anailín de la Rúa und Javier Núñez nicht wie angekündigt beim Tribeca-Filmfestival in New York auf. Dort sollten sie eigentlich ihren Film präsentieren. In „Una noche“ spielen sie ein Geschwisterpaar, das zusammen mit einem Freund auf einem Floß die Flucht aus Kuba in die USA wagt, um dort ein neues Leben zu beginnen. Der Film hatte seine Weltpremiere auf der Berlinale und gewann beim Tribeca-Filmfestival in drei Kategorien. Eine Woche lang waren die zwei Jungschauspieler, beide Anfang zwanzig, untergetaucht, bis sie in einem spanischsprachigen TV-Sender ihr Schweigen brachen. Der Erfolg des Filmes und Einladungen zu Premieren nach Berlin und New York hätten sie zu ihrer Flucht bewogen. „Es gibt keine Zukunft in Kuba“, sagte de la Rúa gegenüber Reuters. „Es ist sicher schwer, Freunde und Familie zurückzulassen, aber wir machen es auch, um ihnen zu helfen.“ In der Vergangenheit haben immer wieder kubanische Künstler und Sportler offizielle Auslandsaufenthalte zur Flucht genutzt. De la Rúa und Núñez wollen nun politisches Asyl beantragen. muk
Dies ist ein Auszug aus dem Text. Den ganzen Beitrag lesen Sie in mare No. 93. Abonnentinnen und Abonnenten lesen ihn auch hier im mare Archiv.
| Vita | Aus der Redaktion |
|---|---|
| Person | Aus der Redaktion |
| Vita | Aus der Redaktion |
| Person | Aus der Redaktion |