Tourismus
Trauminsel geschlossen
Für Touristen ist die philippinische Insel Boracay seit April gesperrt – für ein halbes Jahr. In dieser Zeit sollen nach Angaben der Regierung neue Abwasser- und Entwässerungssysteme gebaut, Gebäude in Feuchtgebieten abgerissen und Umweltvergehen geahndet werden. Der philippinische Präsident Rodrigo Duterte nannte die Insel eine „Kloake“. Hotels hätten ihre Abwässer jahrelang direkt ins Meer geleitet, so die Regierung. Immerhin sei die Wasserqualität noch erstaunlich gut, Gesundheitsgefahr bestehe nicht. Tourismusmanager vor Ort sind entsetzt. „Es ist ungerecht, dass auch rechtstreue Unternehmen von der Schließung betroffen sind“, sagt Pia Miraflores, Vorsitzende des örtlichen Unternehmerverbands Boracay Foundation. Die beliebte Urlaubsinsel mit türkisblauem Meerwasser und feinen Sandstränden liegt rund 300 Kilometer südlich der Hauptstadt Manila. Jedes Jahr besuchen zwei Millionen Touristen das Eiland. Das Reisemagazin „Condé Nast Traveler“ hatte Boracay 2017 sogar zur schönsten Insel der Welt gewählt. „Boracay ist als ein Paradies in unserem Land bekannt“, so ein Regierungssprecher in Manila vor Journalisten. „Und diese vorübergehende Schließung soll sicherstellen, dass die kommenden Generationen dies auch noch erleben werden.“ mz
Klima
Golfstrom wird schwächer
Die Abschwächung des Golfstroms schreitet voran. Ein internationales Forscherteam berichtet im Fachblatt „Nature“, dass die Strömung im Atlantik um 15 Prozent langsamer geworden ist. Sie sei damit schwächer als je zuvor in den vergangenen 1000 Jahren. Die Forscher konnten aufgrund von Temperaturdaten nachweisen, dass sich der Ozean südlich von Grönland abkühlt, während er sich vor der US-Küste erwärmt. Dieses Muster sei charakteris- tisch für eine Verlangsamung der Umwälzung der Wassermassen im Atlantik, so Levke Caesar vom Potsdam-Institut für Klimafolgenforschung. Als Grund für die Abschwächung nennen die Forscher den Klimawandel. „Wir fangen erst an, die Folgen dieses Prozes- ses zu verstehen“, sagt Alexander Robinson von der Universität Complutense Madrid, Mitautor der Studie. „Aber sie dürften weitreichend sein.“ mz
Dies ist ein Auszug aus dem Text. Den ganzen Beitrag lesen Sie in mare No. 129. Abonnentinnen und Abonnenten lesen ihn auch hier im mare Archiv.
| Vita | Aus der Redaktion |
|---|---|
| Person | Aus der Redaktion |
| Vita | Aus der Redaktion |
| Person | Aus der Redaktion |