Neuigkeiten aus der Welt der Meere

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Technik

Künstlicher Krake

Ein US-Forscherteam der Harvard University in Cambridge, Massachusetts, hat einen Roboter präsentiert, der ausschließlich aus weichem Material besteht und sich ohne Batterie bewegt. Der Roboter namens „Octobot“ ähnelt einem Kraken. Die acht Arme lassen sich mithilfe einer chemischen Reaktion bewegen: In Wasser gelöstes Wasserstoffperoxid zerlegt sich durch einen Katalysator in Wasser und Sauerstoff. Der Sauerstoff, der als Gas mehr Volumen benötigt, strömt durch kleine Kanäle in die Krakenarme und bläst diese auf. So lassen sich jeweils vier Arme des „Octobots“ abwechselnd bewegen. „Einen komplett weichen und autonomen Roboter zu bauen ist eine große Herausforderung, weil man auch die Energie-und Kontrolleinheit aus weichem Material benötigt“, schreiben die Wissenschaftler in einem Beitrag für das Fachmagazin „Nature“. Sie ließen den nur wenige Zentimeter großen „Octobot“ in einem 3-D-Drucker entstehen. „Softe Roboter sollen mit unvorhersehbaren Situationen umgehen können“, sagt Lucia Beccai, Wissenschaftlerin am Center for Micro-BioRobotics am Istituto di Tecnologia in Pontedera. Sie sollen sich eines Tages problemlos an Hindernisse und Umgebungen anpassen, sich durch enge Bereiche quetschen und anschließend ihre Ursprungsform wieder annehmen können oder sicher mit zerbrechlichen Objekten umgehen. „Wir müssen Roboterintelligenz vollkommen neu denken“, so Beccai. Die Forschung zu weichen Mikro­robotern steht weltweit erst am Anfang. Seit 2014 gibt es ein eigenes Fachjournal („Soft Robotics“), und Forscher in den USA, Europa und Asien liefern sich einen lebhaften wissenschaftlichen Wettbewerb. Auch Unternehmen interessieren sich für weiche Roboter und lassen sich dabei von der Natur inspirieren. Der Automatisierungsspezialist Festo aus Esslingen engagiert sich seit Jahren in der Bionikforschung und bietet einen Greiffinger an, der einer Fischflosse ähnelt. Dieser passe sich mühelos verschiedenen Konturen an, so eine Festo-Sprecherin. „Die Natur zeigt in den vielfältigsten Beispielen, wie man mit einem Minimum an Energieverbrauch ein Maximum an Leistung erzielen kann.“ muk


Tourismus

Größtes Riesenrad der Welt

An der Küste des Emirats Dubai
entsteht eine neue Attraktion der Superlative: ein Riesenrad, das mit rund 210 Meter Höhe das größte der Welt sein wird, das „Dubai Eye“. Noch ist das Riesenrad „High Roller“ in Las Vegas mit 167 Meter Höhe Rekordhalter. „‚Dubai Eye‘ ist riesig. Es ist das größte Riesenrad der Welt. Und um es zu bauen, haben wir Arbeiter angestellt, die mit dem größten Equipment der Welt umgehen. Bauteile und Werkstoffe werden aus der ganzen Welt zu uns verschifft“, wird ein namentlich nicht genannter Mitarbeiter der Entwicklungsgesellschaft Meraas Holding auf der Online­nachrichtenseite emirates247.com zitiert. Die spektakulären Bau­arbeiten sind in einem You-Tube-Video zu sehen. Inmitten von Res­taurants, Hotels und weiteren Attraktionen wie einem 4-D-Kino wird das Riesenrad im Zentrum der künstlichen Insel Bluewaters Island stehen. Laut offiziellem Werbefilm sollen 1400 Passagiere gleichzeitig in den 48 Kabinen mit Klimaanlage und Parkettboden Platz finden. Eine Fahrt soll 48 Minuten dauern und den Besuchern einen freien Blick auf Dubais Küstenlinie bieten – mit bekannten Sehenswürdigkeiten wie dem Burj Khalifa, dem Burj al Arab und der Insel Palm Jumeirah. Das Riesenrad, dessen Bau vor drei Jahren angekündigt worden war, soll 2018 fertig werden und rund drei Millionen Besucher im Jahr anziehen. muk

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mare No. 125

No. 125Dezember 2017 / Januar 2018

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