Leben
Eine Nacht im Haifischbecken
Es war ein Erlebnis der ganz besonderen Art: Alastair Shipman aus Großbritannien und Hannah Simpson aus Nordirland haben eine Nacht inmitten eines Haifischbeckens verbracht. Ihr rundes, gläsernes Unterwasserschlafzimmer bot dabei einen 360-Grad-Blick auf 35 Haie. Das Pariser Aquarium und das Wohnungsvermietungsportal „Airbnb“ hatten drei dieser ungewöhnlichen Übernachtungen verlost – an Shipman und Simpson und an zwei weitere Paare. „Nur eine Wand aus Glas wird dich von deinen schwimmenden Nachbarn trennen“, schrieben die Veranstalter. Initiiert wurde die Aktion von dem belgischen Weltrekord-Freediver und Unterwasserfotografen Frédéric Buyle. Er schwimmt regelmäßig mit den Haien im Pariser Aquarium – und tat das auch für Shipman und Simpson. Die beiden lernten sich vor vier Jahren im Londoner Aquarium kennen und nutzten nun die Gelegenheit, sich in Gegenwart der Haie zu verloben. Vor Antritt der Übernachtung stellten die Veranstalter noch einige Hausregeln auf. „Keine Selfies nach Einbruch der Dunkelheit. Denk daran, dass Haie sehr lichtempfindlich sind.“ Und: „Bitte vor deiner Übernachtung nicht ‚Der Weiße Hai‘ anschauen. Haie sind wirklich viel netter, als du denkst.“ Das speziell für die Aktion angefertigte U-Boot-Schlafzimmer wird von den Biologen des Hauses weiter genutzt. mz
Internet
Rechenzentrum im Meer
Vor der kalifornischen Küste hat Microsoft ein Rechenzentrum im Meer versenkt, in einer mit Stickstoff gefüllten Stahlkugel. Mit diesem Experiment namens Natick erprobt der Konzern den Betrieb von Rechnern unter Wasser. Das hat einen großen Vorteil: Das Meerwasser kühlt die Rechner. Aufwendige Kühlanlagen, die in herkömmlichen Rechenzentren ein Drittel des gesamten Energieverbrauchs ausmachen können, wären überflüssig. „Gerade bei steigenden Energiepreisen werden Konzepte, die die Energieeffizienz steigern, immer wichtiger. Die großen Rechenzentren von Google, Amazon, Microsoft und anderen IT-Unternehmen liegen häufig schon in nördlichen, sogar in Polarregionen“, erklärt Hans-Dieter Weckmann, Direktor des Zentrums für Informations- und Medientechnologie an der Universität Düsseldorf. Weil die Hälfte der Menschheit ohnehin in Küstennähe lebt, wären Unterwassercomputer zudem näher an
den Nutzern und die Datenübertragung schneller. „Das Konzept hat aber nur dann Sinn, wenn der IT-Betrieb ausfallsicher ist und ohne Pflege- und Wartungsarbeiten auskommt. Und hiervon sind wir auch bei Standardanwendungen noch meilenweit entfernt“, sagt Weckmann. Er rechnet erst in zehn Jahren mit funktionierenden Unterwasserservern. Microsoft will 2017 einen zweiten Prototyp ins Meerwasser lassen, möglicherweise vor Florida oder in Nordeuropa. mz
Dies ist ein Auszug aus dem Text. Den ganzen Beitrag lesen Sie in mare No. 116. Abonnentinnen und Abonnenten lesen ihn auch hier im mare Archiv.
| Vita | Aus der Redaktion |
|---|---|
| Vita | Aus der Redaktion |