Leibniz-Zentrum für Marine Tropenforschung
Bessere Fischzucht
Aquakultur ist vor allem in Asien ein schmutziges Geschäft. Die Fische werden mit Antibiotika, Chemikalien und übermäßig viel Futter gemästet, in den Zuchtkäfigen leben sie auf engstem Raum. Das führt zu Problemen: Durch das Überangebot an Futter und den Kot der Fische finden Krankheitserreger ideale Lebensbedingungen – vor allem die sogenannten Vibrionen, die Durchfallerkrankungen oder lebensgefährliche Infektionen auslösen. Im Projekt „Acute“ ergründen nun Experten vom Leibniz-Zentrum für Marine Tropenforschung (ZMT) in Bremen zusammen mit Kollegen aus Deutschland, Indonesien und den Philippinen, welche Erreger in der Umgebung von Fischfarmen gedeihen. Untersuchungsgebiet ist das Küstengewässer vor Bolinao nordwestlich der philippinischen Hauptstadt Manila, wo intensiv Aquakultur betrieben wird. „Geklärt werden soll auch, auf welchem Weg die Vibrionen vor Ort auf den Menschen übertragen werden“, sagt Projektleiterin Astrid Gärdes vom ZMT. Neben Naturwissenschaftlern sind auch Sozialwissenschaftler am Projekt beteiligt. Gärdes: „Wir untersuchen auch die Situation der Menschen vor Ort, die Gründe für die schlechten Umweltbedingungen, und wir sind mit den Bürgermeistern im Gespräch. Am Ende wollen wir ihnen Vorschläge unterbreiten, wie sich die Produktion verbessern lässt.“
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