Laser Zentrum Hannover
Rohstoffdetektor für die Tiefsee
Wie wertvoll ein am Meeresboden gewonnener Rohstoff ist, kann nur eine Materialanalyse klären. Diese erfolgt meist auf dem Schiff oder am Festland in Laboren, was Zeit und Geld kostet. Entwickler vom Laser Zentrum Hannover (LZH) haben jetzt ein System entwickelt, das die Zusammensetzung von mineralienreichen Manganknollen oder harten Kobaltkrusten direkt am Meeresboden analysiert. In dem Gerät befindet sich ein Laser, dessen Strahl auf eine Probe am Boden gerichtet wird. Die Energie ist so groß, dass das Material zu einem Plasma aus Ionen und angeregten Atomen verdampft. Schaltet man den Laser aus, verlassen die Ionen und Atome ihren angeregten Zustand und geben Lichtenergie ab. Das macht sich das Analysesystem zunutze. In seinem Inneren sitzt ein Spektrometer, das Licht verschiedener Wellenlängen präzise messen und damit chemische Elemente identifizieren kann. Der Rohstoffdetektor wurde zusammen mit anderen Wissenschaftlern im Rahmen des EUProjekts „Robust“ gebaut. Die Hannoveraner entwickelten die Lasertechnik, griechische Kollegen konstruierten das wasserdichte Titangehäuse, das den Druck in 6000 Meter Tiefe aushält. Kollegen vom Geomar in Kiel testeten das Gerät während einer Ausfahrt mit dem Forschungsschiff „Sonne“ im Pazifik. „Die Tests sind gut gelaufen“, sagt Benjamin Emde, Leiter der Gruppe Unterwassertechnik am LZH. „Bis der Laser endgültig einsatzbereit ist, müssen wir aber noch einige Messungen machen und die Technik optimieren.“
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| Vita | mare-Wissenschaftsredaktion |
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