Der spanische Maler Joaquín Sorolla (1863–1923) war zeitgenössischen Denkern in seinem Naturalismus zu wenig tiefgründig. Der Künstler selbst suchte mit Leidenschaft die Welt, die ihn umgab, so wahrhaftig wie möglich auf die Leinwand zu bannen. In Valencia geboren, schuf er Bilder, die das mediterrane Strahlen so virtuos einfangen, dass er heute als Meister des Lichts gefeiert wird. Die wortgewaltige Erzählung seines eigenen Lebens, das tief in der amerikanischen Provinz begann, machten den amerikanischen Autor Thomas Wolfe (1900–1938) seinerzeit zum beachteten Literaten. Nach seinem frühen Tod waren seine wenigen Werke, die mit Überschwang emotionale Höhen und Tiefen auskosteten, lange Zeit vergessen. Der ostdeutsche Schriftsteller Wolfgang Hilbig (1941–2007) misstraute jeder Art von Ruhm. In der DDR hat er als Heizer geschuftet, in Gesamtdeutschland wurde er für seine sprachgenaue Verarbeitung des Arbeiterlebens vielfach geehrt und hat als Lyriker feinsinnige Worte gefunden. mw
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