Welcher Ort ist am weitesten vom Meer entfernt?
Nicole und Robert Schmitt, per E-Mail
Es gibt verschiedene Punkte, sowohl an Land als auch im Meer, die jeweils als am weitesten von der nächsten Küste entfernte geografische Positionen gemessen werden. Diese werden als „Pole der Unzugänglichkeit“ betitelt und sind für jeden Kontinent berechnet. Der Begriff wurde erstmals durch Vilhjálmur Stefánsson im Jahr 1920 geprägt, damals in Bezug auf den unzugänglichsten Punkt in der Antarktis. Der Pazifische Pol der Unzugänglichkeit – hier bezogen auf die Entfernung zum nächsten Punkt auf dem Festland – wird auch als „Point Nemo“ bezeichnet. Zwischen Chile und Neuseeland gelegen ist diese Stelle mit rund 2688 Kilometern Entfernung zum Festland der wohl abgeschiedenste Ort der Erde. Die größte Entfernung zu einem Weltmeer hat mit 2370 Kilometern der Eurasische Pol der Unzugänglichkeit, den man in einem Wüstengebiet im Nordwesten von China findet. Knapp 300 Kilometer weiter südlich liegt die chinesische Stadt Ürümqi (Urumtschi), die am weitesten vom Meer entfernte Großstadt der Erde. Wer sich dennoch von Ürümqi aus zum nächsten Meer aufmachen möchte, sollte etwas mehr Zeit für einen Umweg einplanen: Auf dem direkten Weg liegt noch das Himalayagebirge.
Gibt es tatsächlich genmanipulierte Zierfische zu kaufen?
Claudia Rust, per E-Mail
In No. 114 berichteten wir von genmanipuliertem Lachs, der seit Kurzem in den USA als Lebensmittel zugelassen ist. Doch gibt es bereits seit vielen Jahren transgene, nicht zum Verzehr bestimmte Zierfische in Taiwan und den USA zu kaufen – unter dem Markennamen „GloFish“ (aus dem englischen „glow“, leuchten, glimmen). Diese gentechnisch modifizierten „Leuchtfische“ – bislang sind Zebrabärblinge, Barben und Salmler erhältlich – können durch ein zugefügtes, fremdes Gen fluoreszierende Proteine bilden und leuchten unter Schwarzlicht. Je nach gewünschtem Farbton stammen die übertragenen Gene von unterschiedlichen Quallen- oder Korallenarten. Für wenige Dollar sind die Glühfische in sechs verschiedenen Farben wie Electric Green oder Moonrise Pink erhältlich. Das ursprünglich für Forschungszwecke entwickelte Verfahren ließ sich eine US-Firma patentieren und brachte 2004 den „GloFish“ als erstes gentechnisch verändertes Haustier auf den Markt. Die amerikanische Nahrungs- und Arzneimittelbehörde hat die leuchtenden Fische als unbedenklich eingestuft, da keine ökologischen Risiken zu befürchten seien und diese Fische nicht als Nahrung dienten. In der EU sind Zucht und Vertrieb transgener Fische verboten.
Dies ist ein Auszug aus dem Text. Den ganzen Beitrag lesen Sie in mare No. 116. Abonnentinnen und Abonnenten lesen ihn auch hier im mare Archiv.
Ihre maritimen Fragen können Sie per Telefon (0800/218 218 2, gebührenfrei) oder E-Mail (wat@mare.de) stellen. Es antworten Ihnen Jana Stone und Ulrike Prange von MARUM – Zentrum für Marine Umweltwissenschaften der Universität Bremen.
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