Leser fragen mare

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Warum bringen grüne Socken an Bord eines Schiffes Unglück?
Anselm Kissel, per E-Mail

Das Boot mit dem linken Fuß zuerst betreten, das Wort „ertrinken“ benutzen und den Namen eines Schiffes ändern – all dies sollte man in der Schifffahrt lieber nicht machen. Robert Bohn beschreibt in seinem Buch „Geschichte der Seefahrt“, wie die eigentliche Seefahrt mit der Erfindung des Segels begann. Der genaue Zeitpunkt ist schwer zu bestimmen, doch etwa in der Mitte des vierten Jahrtausends vor Christus fuhren die Ägypter mit aus Papyrus gefertigten Booten mit Segeln und Paddeln. Mit der Weiterentwicklung der Boote entstand auch der Aberglaube an Bord. So bildete sich auch die Sage um den grünäugigen Klabautermann, der seit der mittelalterlichen Segelschifffahrt auf jedem Schiff zu finden sei. Zeigt er sich den Seefahrern, bedeutet dies den Tod. „Die Farbe Grün wurde früher mit Klabautermännern und ähnlichen Fabelwesen in Verbindung gebracht und hat somit einen mystischen Eindruck in der Seemannssprache“, erklärt Godja­Sönnichsen, Pressesprecherin von TUI Cruises. Auch grüne Socken an Bord eines Schiffes bringen Unglück: Seeleute erzählen sich, dass sie den Sturm herbeirufen, genauso wie das Pfeifen. ­Daher kommt die Redewendung „einen Sturm herbeipfeifen“.


Wie schnell bilden sich Schlote von Schwarzen Rauchern?
Frage einer Besucherin beim Tag der offenen Tür der Bundesregierung

Seit Ende der 1970er-Jahre kennt die Wissenschaft Hydrothermal­quellen, auch bekannt als Schwarze Raucher oder Black Smoker. Sie kommen vor allem dort vor, wo sich tektonische Platten spreizen, also von­einander weg drängen, und neuer Meeresboden entsteht. Hier ­sickert kaltes Meerwasser durch Spalten und Risse in den Meeres­boden. In ­einer Tiefe von mehreren Kilometern erhitzt sich dieses Wasser, steigt wieder auf und löst dabei Bestandteile aus der Erdkruste auf dem Weg nach oben. Sobald das bis zu 400 Grad heiße Wasser aus dem Meeresboden austritt, flocken durch den plötzlichen Temperaturunterschied die mineralischen Bestandteile aus. Nach und nach entsteht so ein Schlot, durch den die angereicherte Flüssigkeit wie durch einen Schornstein nach oben drängt. Schwarze Raucher können so mehrere Meter im Jahr wachsen. Die bis zu 60 Meter hohen Schlote verändern ihre Zusammensetzung und werden im Lauf der Zeit immer reicher an Metallen wie Kupfer und Zink. Mitunter aber verstopft der Raucher. Dann sucht sich das heiße Wasser an einer anderen, durchlässigeren Stelle im Meeresboden einen Weg an die Oberfläche, und ein neuer Schlot entsteht.

Dies ist ein Auszug aus dem Text. Den ganzen Beitrag lesen Sie in mare No. 125. Abonnentinnen und Abonnenten lesen ihn auch hier im mare Archiv.

mare No. 125

No. 125Dezember 2017 / Januar 2018

MARUM – Zentrum für Marine Umweltwissenschaften der Universität Bremen

Ihre maritimen Fragen können Sie per Telefon (0800/218 218 2, gebührenfrei) oder E-Mail (wat@mare.de) stellen. Es antworten Ihnen Jana Stone und Ulrike Prange von MARUM – Zentrum für Marine Umweltwissenschaften der Universität Bremen.

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