Bewegen sich fliegende Fische tatsächlich flügelschlagend über Wasser?
Peter Karstens, Eckernförde
Unser Leser aus Eckernförde beobachtete in der Karibik fliegende Fische, die scheinbar mit schnellem „Flügelschlag“ 200 bis 400 Meter weite Strecken zurücklegten. Seine Beobachtung steht allerdings im Gegensatz zu einem mare-Beitrag, in dem die Tiere als Gleitfische beschrieben werden, die mit starrer Flossenhaltung übers Wasser gleiten. Nun, die Wahrheit liegt, wie so oft, in der Mitte. In jedermann zugänglichen YouTube-Videos ist gut zu erkennen, dass die Tiere, wenn sie mit bis zu 60 Kilometer pro Stunde aus dem Wasser schnellen, noch einige Male mit dem hinteren Teil ihres Körpers beziehungsweise der Schwanzflosse schlagen und dabei auch die als Flügel dienenden Brustflossen „paddelnd“ bewegen. Spätestens wenn sie ihre Flughöhe von etwa einem Meter erreicht haben, gehen die ungewöhnlichen Tiere in den Gleitflug über. Er kostet weniger Energie und ist auch aerodynamisch von Vorteil. Bisweilen legen fliegende Fische ihre bis zu 400 Meter langen Flüge in mehreren Etappen zurück. Sie fallen auf die Wasseroberfläche zurück, nehmen neuen Schwung, indem sie mit Schwanz- und Brustflossen schlagen, und heben wieder zum Gleitflug ab.
Wie lassen sich Containerschiffe umweltverträglicher betreiben?
Carlos Garcia, per Telefon
Im Vergleich zu anderen Transportmitteln gelten Containerschiffe als klimafreundlich, da sie, umgerechnet auf die Masse transportierter Güter und die zurückgelegten Strecken, wenig Kohlendioxid ausstoßen. Dies gilt leider nicht für andere bei ihrem Betrieb anfallende Emissionen, denn sie werden mit kostengünstigem Schweröl betrieben, einem Abfallprodukt der Erdölverarbeitung. Dessen Verbrennung setzt krebserregende Rußpartikel und giftige Schadstoffe wie Schwefel- und Stickoxide frei. Mit dem Einbau effizienter Abgastechnik sowie der Umstellung auf schwefelärmeren Treibstoff könnte man die Luftverschmutzung durch Containerschiffe recht einfach in den Griff bekommen. Eine weltweite gesetzliche Vorgabe, den Schwefelanteil im Schiffstreibstoff auf 0,5 Prozent zu begrenzen, soll aber erst ab 2020 gelten. Derzeit liegt die Obergrenze bei 3,5 Prozent, 3500-mal höher als beim Lkw-Diesel. Umweltverbände fordern schon jetzt die Umstellung. Laut Berechnungen des Naturschutzbunds Deutschland (Nabu) wären die Mehrkosten umgerechnet auf die Transportgüter zu vernachlässigen. In der Nabu-Studie heißt es, bei Verwendung von Diesel „würde ein Tablet-PC nur einen Cent, ein T-Shirt 0,2 Cent und ein Schuh nur drei Cent mehr kosten“.
Dies ist ein Auszug aus dem Text. Den ganzen Beitrag lesen Sie in mare No. 106. Abonnentinnen und Abonnenten lesen ihn auch hier im mare Archiv.
Ihre maritimen Fragen können Sie per Telefon (0800/218 218 2, gebührenfrei) oder E-Mail (wat@mare.de) stellen. Es antworten Ihnen Jana Stone und Ulrike Prange von MARUM – Zentrum für Marine Umweltwissenschaften der Universität Bremen.
| Vita | Ihre maritimen Fragen können Sie per Telefon (0800/218 218 2, gebührenfrei) oder E-Mail (wat@mare.de) stellen. Es antworten Ihnen Jana Stone und Ulrike Prange von MARUM – Zentrum für Marine Umweltwissenschaften der Universität Bremen. |
|---|---|
| Person | MARUM – Zentrum für Marine Umweltwissenschaften der Universität Bremen |
| Vita | Ihre maritimen Fragen können Sie per Telefon (0800/218 218 2, gebührenfrei) oder E-Mail (wat@mare.de) stellen. Es antworten Ihnen Jana Stone und Ulrike Prange von MARUM – Zentrum für Marine Umweltwissenschaften der Universität Bremen. |
| Person | MARUM – Zentrum für Marine Umweltwissenschaften der Universität Bremen |