Der Film „Flucht von Alcatraz“ soll auf einer wahren Geschichte basieren. Was ist eigentlich aus den Häftlingen geworden?
B. Stein-Cadenbach, Ottersberg
Wegen starker Gezeitenströmungen und kühler Wassertemperaturen in der Bucht von San Francisco galt ein Entkommen aus dem Inselgefängnis von Alcatraz als aussichtsloses Unterfangen. Legendär ist daher der Fluchtversuch dreier Häftlinge in einer Juninacht 1962. Er wurde Jahre später mit Clint Eastwood in der Hauptrolle verfilmt. Das Trio setzte sich mit einem behelfsmäßig aus 55 Regenjacken gefertigten Schlauchboot ab. Doch weder das Fluchtfahrzeug noch die Männer tauchten je wieder auf. Kein Indiz deutete bislang darauf hin, dass sie festes Land erreicht haben könnten. Auf einer Tagung in San Francisco zeigten kürzlich Forscher der Technischen Universität Delft anhand eines dreidimensionalen Modells der Bucht von San Francisco, das Unterwassertopografie und Gezeiten berücksichtigt, wann die Flucht hätte glücken können. Demnach wäre die Zeit um Mitternacht optimal gewesen. Dann wäre dem Trio die kenternde Tide zu Hilfe gekommen. Auf Höhe der Golden Gate Bridge hätte die einsetzende Flut ihr Boot erfasst und nördlich der Brücke angeschwemmt. Da sie ihr Boot aber vor 23 Uhr zu Wasser ließen, wurden sie höchstwahrscheinlich von der Strömung auf den offenen Ozean gespült und sind dort ertrunken.
Wie wird der Bau deutscher Forschungsschiffe finanziert, und wer übernimmt die Kosten für Forschungsfahrten?
Ein Besucher auf dem Forschungsschiff „Sonne“
„Nur dank des Beitrags der Steuerzahler ist die Meeresforschung mit den Forschungsschiffen überhaupt möglich“, sagt Claudia Müller aus dem wissenschaftlichen Sekretariat der Senatskommission für Ozeanografie. Diese Kommission der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG) koordiniert die Expeditionen der Schiffe „Meteor“ und „Maria S. Merian“ und begutachtet unter anderem die von den Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern eingereichten Fahrtvorschläge. Beispielsweise wurden die Baukosten der „Meteor“ vom Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) getragen. „Dazu kommen dann die Betriebskosten, die von der DFG gezahlt werden. Ein Schiffstag kostet etwa 30 000 Euro. Darin enthalten sind die Kosten für Verpflegung von Besatzung und Wissenschaft, Treibstoff, Wartung, Hafenaufenthalte und vieles mehr“, sagt Müller. Gelder für die An- und Abreise der Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler sowie für den Transport von Ausrüstung zum Schiff werden separat bei der DFG beantragt oder durch die beteiligten Forschungseinrichtungen bereitgestellt – ebenfalls aus Steuergeldern. Das Gleiche gilt, wenn es später um die Auswertung der auf der Expedition gewonnen Proben und Daten geht.
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Ihre maritimen Fragen können Sie per Telefon (0800/218 218 2, gebührenfrei) oder E-Mail (wat@mare.de) stellen. Es antworten Ihnen Jana Stone und Ulrike Prange von MARUM – Zentrum für Marine Umweltwissenschaften der Universität Bremen.
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