Leser fragen mare

Ihre mare-Hotline in die unerforschten Weiten und Tiefen der Meere

Woher haben Fregattvögel ihren Namen?
Rosemarie Acker, Hamburg
Kleptoparasiten sind sie, die eleganten Flieger mit den schwarzen Schwingen. Denn sie überfallen von der Nahrungssuche heimkehrende Vögel – vorzugsweise Tölpel – und jagen ihnen die mühsam gesammelte Beute ab. Überwiegend schwarz gefärbt, schnell und wendig, erinnerten sie ihre Namensgeber an den beliebten Schiffstyp der Piraten, die Fregatte. Kolumbus sah sie als Zeichen nahen Landes, aber in den Tropen kommen sie durchaus auch auf dem offenen Meer vor. Da ist es doch einfacher, das Opfer nicht nur die Jagd, sondern gleich auch noch den Transport übernehmen zu lassen. Daher zwicken die fünf Arten ihre Opfer in waghalsigen und geschickten Flugmanövern meist erst nahe der Kolonie in Schwanz oder Flügel. Lassen diese ihre Beute daraufhin nicht fallen, traktieren die Fregattvögel sie mit ihren bis zu 15 Zentimeter langen Schnäbeln. Dennoch macht Selbstgejagtes, wie Meeresgetier oder Jungvögel anderer Arten, 95 Prozent des Speiseplans aus. Da ihr Gefieder nur bedingt wasserdicht ist, meiden sie allzu engen Kontakt mit Wasser. Bevorzugte Beute sind daher Fliegende Fische und fliegende Kalmare, die sie aus der Luft schnappen.

Wie kann man ein Boot vor Blitzen schützen?
Manfred Kolte, Bochum
Schlägt der Blitz ein, so sucht er sich den Weg des geringsten Widerstandes. Über das Metall an Mast und/oder Wanten und Stagen, mit möglichst mehr als sechs Millimeter Durchmesser, gelangt die Energie in den Rumpf. Bei einem Metallschiff fließt die Energie an der Kajüte vorbei direkt ins Wasser – Schutz vor allem für die Segler. Bei Holz- oder Kunststoffbooten ist es notwendig, dem Strom einen Weg von den Wanten ins Wasser zu ermöglichen, zum Beispiel über eine gut leitende Verbindung zum Metallkiel oder -schwert. Ist kein oder nur ein isolierter Metallkiel vorhanden, ist nachträglicher Blitzschutz aufwendiger. Über Spezialklemmen können an den Wanten acht Millimeter dicke Kupfer- oder rostfreie Stahlseile befestigt werden, und im Notfall hilft auch eine mehrfach um das Vorstag gewickelte Ankerkette. Beides sollte wenigstens eineinhalb Meter tief ins Wasser reichen. Darüber hinaus gibt es auch noch Schutzvorrichtungen wie den „Erdungsschwamm“, der außen unter der Wasserlinie angebracht ist. Trotz Blitzschutz auf den meisten Yachten gingen im letzten Jahr drei Prozent aller deutschen Yachtschäden bei Pantaenius, dem Marktführer in Sachen Yachtversicherung, auf Blitzschäden zurück. „Dass ein Schiff wegen Blitzschlags sinkt, ist jedoch die absolute Ausnahme. Dies kam im Jahr 2006 nicht vor“, teilte uns die Pressesprecherin beruhigend mit.


Dies ist ein Auszug aus dem Text. Den ganzen Beitrag lesen Sie in mare No. 64. Abonnentinnen und Abonnenten lesen ihn auch hier im mare Archiv.

mare No. 64

No. 64Oktober / November 2007

Ihre maritimen Fragen können Sie per Telefon (0800/218 218 2, gebührenfrei) oder E-Mail (wat@mare.de) stellen. Es antworten Ihnen Jana Stone und Ulrike Prange von MARUM – Zentrum für Marine Umweltwissenschaften der Universität Bremen.

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