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Wie ist die Schreibweise von „Hafen“ beziehungsweise „Haven“ in Wilhelmshaven, Bremerhaven und Cuxhaven begründet?
Heero Feenders, Bremen

Das Wort „Hafen“ geht auf den mittelniederdeutschen Begriff „havene“ zurück. Im nördlichen Mitteleuropa war das Mittelniederdeutsche während der Zeit der Hanse zwischen 1300 und 1600 die vorherrschende Sprache. In ebendieser Zeit wurden etliche norddeutsche Küstenstädte gegründet. Erst im 18. und 19. Jahrhundert konnte sich das Hochdeutsche im nördlichen Deutschland und an der Küste allmählich gegenüber dem Niederdeutschen durchsetzen. Weil Nieder- und Hochdeutsch lange Zeit nebeneinander bestanden, wundert es nicht, dass die Schreibweise etwa Bremerhavens zunächst stark variierte. „Auf einem Hafenplan von 1829 ist vom ,Bremer Hafen‘ die Rede. Und auf einer Gedenktafel zur Hafeneröffnung aus dem Jahr 1830 steht ,Bremer=Haven‘“, sagt Bernhard Kreutz vom Historischen Museum Bremerhaven. Ein Stadtplan aus dem Jahr 1831 zeigt bereits die heute übliche Schreibweise, die auch in den folgenden beiden Jahrzehnten auf Stadt- und Hafenplänen zu finden ist. „Jedoch taucht parallel in den Jahren 1858 und 1862 auch noch ,Bremerhafen‘ auf.“ Erst um 1900 hatte sich die noch heute gültige Schreibweise durchgesetzt.

Kraken haben je drei Herzen und Blutkreisläufe. Arbeiten diese parallel oder quasi in Reihe geschaltet zusammen?
Günter Herrmann, per E-Mail

Kraken zählen zu den achtarmigen Tintenfischen. Sie verfügen tatsächlich über drei Herzen, die allerdings nur einen gemeinsamen Blutkreislauf antreiben. Das Hauptherz befindet sich im Eingeweidesack in der Körpermitte. Anders als das menschliche Herz hat es zwei Ausgänge für arterielles Blut. Eine Hauptschlagader führt zum Kopf, eine weitere Aorta versorgt die inneren Organe. Zusätzlich verfügen Kraken über zwei weitere Herzen an der Basis der Kiemen, mit denen der lebensnotwendige Sauerstoff aufgenommen und an das Hauptherz weitergeleitet wird. „Im Prinzip sind die Herzen also in Reihe geschaltet“, sagt der Kieler Meeresbiologe Professor Frank Melzner. Die Meerestiere haben allerdings ein physiologisches Problem: „Tintenfische weisen im Mittel höhere Stoffwechselraten auf als etwa Fische. Weil sie den weniger effizienten Farbstoff Hämocyanin besitzen, kann ihr Blut nicht so viel Sauerstoff transportieren. Deswegen haben Kraken im Lauf der Evolution zusätzliche Herzen entwickelt.“ Zudem unterstützen aktiv pulsierende Venen die Blutzirkulation. „Diese kontraktilen Gefäße nehmen den Herzen also einen Teil der Arbeit ab und stellen sicher, dass alle Organe ausreichend mit Sauerstoff versorgt werden.“

 

Dies ist ein Auszug aus dem Text. Den ganzen Beitrag lesen Sie in mare No. 74. Abonnentinnen und Abonnenten lesen ihn auch hier im mare Archiv.

mare No. 74

No. 74Juni / Juli 2009

MARUM – Zentrum für Marine Umweltwissenschaften der Universität Bremen

Ihre maritimen Fragen können Sie per Telefon (0800/218 218 2, gebührenfrei) oder E-Mail (wat@mare.de) stellen. Es antworten Ihnen Jana Stone und Ulrike Prange von MARUM – Zentrum für Marine Umweltwissenschaften der Universität Bremen.

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