„Wolken jagen über das Uferlose“, schreibt Max Frisch (1911–1991) und ergänzt: „Man sitzt und schaut, ganz sich selber ausgesetzt.“ Das Meer ist ohne Himmel nicht zu denken, die Gewaltigkeit unten und die Endlosigkeit oben lassen in uns die großen Gefühle erwachen, innerer und äußerer Raum werden eins. Auch die in Berlin lebende sibirische Musikerin und Lyrikerin Sainkho Namtchylak (geboren 1957) zeigt sich angesichts der Größe von Ozean und Himmel demütig. In ihrem Gedicht verbindet sie die beiden Elemente zu einer Synthese wie in ihrer Arbeit die traditionelle sibirische Musik mit Jazz. Auf Gustave Courbets (1819–1877) Gemälde „Der Strand bei Sonnenuntergang“ sehen wir eine Frau, die ein Segelboot betrachtet, und erfahren die Tiefe des Raumes ebenso wie die schmerzliche und gleichermaßen beruhigende Kleinheit unserer Existenz angesichts der Gewalt der Natur. zdb
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| Vita | mare-Kulturredaktion |
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