Einsam ist's am Meere

Fundstücke aus Kunst und Literatur

Allein, zu zweit oder von einem Geist bewohnt – Häuser am Meer können Orte tiefer Einsamkeit sein. Kasimir Sewerinowitsch Malewitsch (1878–1935) malte das verlorene rote Haus am Meer 1932. Der Begründer des Suprematismus hatte mit seinem von jedem Gegenstand gelösten „Schwarzen Quadrat“ 1917 eine Ikone der Kunst geschaffen, sich später aber wieder der gegenständlichen Malerei zugewandt. Dem möglichen Elend der Zweisamkeit geht Rainer Maria Rilke (1875–1926) auf die Spur; unglücklichen Paaren kann das Zuhause zum Käfig werden, mag die Hafenstadt, in der sie leben, noch so malerisch sein. In Daphne du Mauriers (1907–1989) psychologischem Kriminalroman „Rebecca“, den Alfred Hitchcock kongenial verfilmte, wird die Villa Manderlay zum Symbol innerer Dramen. Die tote Rebecca scheint das Haus noch immer zu bewohnen, bewacht von der herrischen Gouvernante Mrs. Danvers. Der unscheinbaren Icherzählerin, der zweiten Mrs. de Winter, wird das Haus über den Klippen zur ständigen Bedrohung. zdb

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mare No. 68

No. 68Juni / Juli 2008

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