Schon die Bibel wusste von Tieren auf See zu berichten. Die Arche Noah ist Sinnbild für das enge Zusammenleben von Mensch und Tier in Notsituationen. Der „Dichterfürst unter den Comedians“ Michael Schönen, geboren 1970 in Neuss am Rhein, hat sich des Themas in seinem Gedicht „Artenschutz“ auf überspitzte Weise angenommen. Auch der kanadische Schriftsteller Yann Martel hat mit seinem Roman „Schiffbruch mit Tiger“ tief in die Fantasiekiste gegriffen und in burlesker Sprache einen Bestseller geschrieben. Sein jugendlicher Held versucht mit einer Menge Tiere nach Kanada (sic!) auszuwandern, erleidet aber Schiffbruch und landet im Rettungsboot. Das Zebra wird die Fahrt übrigens nicht überleben. Eroberer und Entdecker hatten immer Hühner, Hunde, Ziegen und Schweine mit an Bord – nicht zu deren Freude unbedingt. Denn Tiere können seekrank werden. Auch brachten die Entdecker wilde Tiere aus fernen Ländern mit nach Europa. Was nicht auf der Überfahrt starb, wurde in Zoos gesteckt oder diente dem Bürgertum zur Belustigung. Heute wird im schlimmsten Fall Schlachtvieh kreuz und quer über die Meere geschickt. Im besten Fall nehmen Privatleute Hunde mit auf Yachten. Der 1948 in New York City lebende Maler Eric Fischl wuchs auf Long Island auf. Menschen und Hunde an Bord von Booten sind ihm vertraut. Der Dalmatiner auf seinem Gemälde scheint die stürmische Fahrt allerdings nicht allzu sehr zu mögen. zdb
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