+++ Bücher versandkostenfrei innerhalb Deutschlands bestellen +++
Warum hat der Hornhecht grüne Gräten?
Birte Lindlahr, per Facebook
Viele Leute scheuen den Verzehr von Hornhecht wegen der untypischen und giftig erscheinenden Verfärbung seiner Gräten. Bei der Recherche zu dieser Frage stießen wir im Internet immer wieder auf ein Mineral namens Vivianit, das für die Grünfärbung verantwortlich sein soll. „Hier hat sich im deutschsprachigen Internet anscheinend eine Fehlinformation festgesetzt“, erklärt Uwe Böttcher vom Thünen-Institut für Ostseefischerei. „Die Färbung der Gräten beim Hornhecht wird durch die Einlagerung des ungiftigen Farbpigments Biliverdin verursacht. Im Stoffwechsel der Wirbeltiere tritt dieses Pigment als Abbauprodukt des roten Blutfarbstoffs Hämoglobin auf. Es wird in der Regel zu Bilirubin abgebaut und dann über die Gallenflüssigkeit ausgeschieden.“ Im menschlichen Körper ist dieser Abbau bei der Verfärbung eines blauen Fleckes, von Blau über Grün bis Gelb, zu beobachten. Warum es beim Hornhecht zu einer Einlagerung des Biliverdins im Skelett kommt, ist laut dem Experten noch unklar. Sicher ist, dass der grüne Farbstoff harmlos und der Verzehr von Hornhecht unbedenklich ist. Die untypische Grätenfarbe tritt auch bei anderen Fischen auf, zum Beispiel bei der Aalmutter, vereinzelt auch bei der Thunfischart Bonito. Beim Japanischen Aal färbt Biliverdin sogar das Blut blaugrün ein.
Woher rührt der Begriff „Nock“ beziehungsweise „Brückennock“?
Thomas Ruttmann, per E-Mail
Es ist schon erstaunlich, welche höchst unterschiedlichen Dinge der Begriff Nock bezeichnet: zum Beispiel knubbelige Kartoffel- oder Mehlklöße, besser bekannt als Gnocchi oder Nockerl, oder ein Maschinenteil, das zur Nockenwelle gehört, aber auch jene sanft gerundeten Bergkuppen, denen der österreichische Nationalpark Nockberge seinen Namen verdankt. „Von Haus aus dasselbe Wort, ist Nock aus niederdeutscher Seemannssprache ins Neuhochdeutsche gedrungen“, heißt es in Kluges etymologischem Wörterbuch. Seeleute bezeichnen damit das Ende einer Rahe, aber auch die vom Steuerhaus zugänglichen Enden der Kommandobrücke, die bei Schleusen- oder Hafenmanövern Überblick gewähren. J. ten Doornkaat Koolmann definiert den Begriff in seinem Wörterbuch der ostfriesischen Sprache als „Spitze von etwas oder überhaupt ein Etwas, das vorspringt und vorragt und sich über die Umgebung erhebt“. Ob es sich dabei um eine markante Gipfelform wie in den Nockbergen handelt oder um die Brückennock am Steuerhaus, spielt dabei keine Rolle. Ob schottisch nokk, mittelniederländisch nocke, isländisch hnaukr oder althochdeutsch hneken – in allen Sprachen und sprachgeschichtlichen Epochen liegt derselbe uralte Wortstamm nok beziehungsweise nuk zugrunde.
Dies ist ein Auszug aus dem Text. Den ganzen Beitrag lesen Sie in mare No. 96. Abonnentinnen und Abonnenten lesen ihn auch hier im mare Archiv.
Ihre maritimen Fragen können Sie per Telefon (0800/218 218 2, gebührenfrei) oder E-Mail (wat@mare.de) stellen. Es antworten Ihnen Jana Stone und Ulrike Prange von MARUM – Zentrum für Marine Umweltwissenschaften der Universität Bremen.
| Lieferstatus | Lieferbar |
|---|---|
| Seitenzahl | 12 |
| Vita | Ihre maritimen Fragen können Sie per Telefon (0800/218 218 2, gebührenfrei) oder E-Mail (wat@mare.de) stellen. Es antworten Ihnen Jana Stone und Ulrike Prange von MARUM – Zentrum für Marine Umweltwissenschaften der Universität Bremen. |
| Person | Ihre mare-Hotline in die unerforschten Weiten und Tiefen der Meere Beschreibung: Ihre maritimen Fragen können Sie per Telefon (0800/218 218 2, gebührenfrei) oder E-Mail (wat@mare.de) stellen. Es antworten Ihnen Jana Stone und Ulrike Prange von MARUM |
| Lieferstatus | Lieferbar |
| Seitenzahl | 12 |
| Vita | Ihre maritimen Fragen können Sie per Telefon (0800/218 218 2, gebührenfrei) oder E-Mail (wat@mare.de) stellen. Es antworten Ihnen Jana Stone und Ulrike Prange von MARUM – Zentrum für Marine Umweltwissenschaften der Universität Bremen. |
| Person | Ihre mare-Hotline in die unerforschten Weiten und Tiefen der Meere Beschreibung: Ihre maritimen Fragen können Sie per Telefon (0800/218 218 2, gebührenfrei) oder E-Mail (wat@mare.de) stellen. Es antworten Ihnen Jana Stone und Ulrike Prange von MARUM |