Autofahren wird mit Freiheit konnotiert. Max Frisch (1911–1991) machte 1974 einen Wochenendausflug mit einer jungen Amerikanerin nach Long Island. Die Fahrt wird in der gleichnamigen Erzählung „Montauk“ zum Ort der Nähe, der Beklemmung, aber auch zum Sinnbild von Freiheit: Freiheit von der Ehe, von der Vergangenheit, von Pflichten. Jahrzehnte vor Max Frisch, im Jahr 1939, brach seine Landsfrau Ella Maillart (1903–1997) zu einer viel größeren Reise auf. Gemeinsam mit der Schriftstellerin Annemarie Schwarzenbach fuhr sie in deren Cabriolet von der Schweiz bis nach Afghanistan. Ihr Ford ist mehr als nur Gefährt – er ist auch Gefährte, der ein Eigenleben hat. Bei dem 1940 bei Wien geborenen satirischen Maler Gerhard Gepp ist dann Schluss mit der Fahrerei. Sein Auto auf Stelzen markiert die Endstation der Fahrt – und den Beginn der Sehnsucht. zdb
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