„Chronographe Chorologien“ nennt die Berliner Lyrikerin Kenah Cusanit (geboren 1979) ihre Stücke, die als eine Art assoziative Geschichtsschreibung durch die Zeit ziehen. Viele der wunderbar dichten Texte sind am und auf dem Meer verortet, und den Lesern tun sich nicht nur Bilder, sondern kleine Rätsel auf, die es zu lösen gilt. Der Bremer Maler Norbert Schwontkowski (1949–2013) thematisierte in seinem Gemälde „Letzte Fahrt“ wohl das Sterben. Er, der als Junge Matrose und als Jugendlicher Missionar werden wollte, zeigt uns einen Menschen, der dem Schicksal, das auf ihn zukommt, den Rücken zuwendet und dadurch eine tiefe Ruhe ausstrahlt. zdb
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