Schiffe bauen

Fundstücke aus Kunst und Literatur

Schiffbau ist ein wichtiger Teil der Menschheitsgeschichte, Migration und Entwicklung wären ohne Schiffe kaum möglich gewesen. Anfangs wurden Schiffe am Strand gebaut, die Griechen und Phönizier entwickelten schließlich Werften. Im abendländischen Kulturkreis war es die Arche Noah, die sowohl in der Literatur als auch in der Kunst zu einem wiederkehrenden Gegenstand avancierte. Das Verhältnis von Länge zu Breite lag bei der Arche bei 6:1, einem Verhältnis, das auch heute im Schiffbau noch als klassisch gilt. Der Berliner Schriftsteller Christoph Meckel (geboren 1935) beschäftigt sich in seinem Gedicht „Der Schiffsbaumeister“ mit dem Unterschied von Schiff und Arche und blickt auf eine Menschheit, die sich immer mehr zerstört, was er nicht hinnehmen will; es ist ein emotionaler Text. Ganz nüchtern hingegen betrachtet der Frankfurter Industriemaler Alexander Calvelli (geboren 1963) maschinelle Arbeitswelten und hält sie gerade dank seiner ideologiefreien Herangehensweise auch für die Nachwelt fest. Beide Künstler lassen uns spüren, dass auch unsere Zeit nur ein Hauch von einem Augenblick in der Geschichte der Menschen ist. zdb


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mare No. 108

No. 108Februar / März 2015

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