Auch Schiffe sind Teil des Kreislaufs vom Werden und Vergehen. Und weil sie eine Seele haben, verdient ihr Werdegang besondere Aufmerksamkeit. Tristan L’Hermite (1601–1655), der französische Dramatiker und Dichter, greift weit zurück in seinem Gedicht. Sein „Schiff“ aus Holz vermag sich selbst an die Zeit zu erinnern, als es noch ein Baum war und auf einem Berg stand. Hans Henny Jahnns (1894–1959) „Holzschiff“ wiederum ist geradezu subversiv, weil es in einer Zeit des modernen Stahlschiffs ganz traditionell gezimmert wird. Der Rotterdamer Paul Cox (Jahrgang 1962) beschäftigt sich mit Booten als Metapher für den Traum vom Reisen. Seine kleinen Bootsskulpturen aus Kunstharz können nicht schwimmen, und es sind keine fertig gebauten Boote, sondern vielmehr Fragmente, die eine kindliche Sehnsucht nach fernen Meeren verkörpern sollen. zdb
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