Die wesenhafte Nähe des Menschen zum Tier – in den Erzählungen und Kunstwerken der Kelten und der Inuit, die von Robben handeln, taucht sie wie aus einer verschütteten Vergangenheit wieder auf. Beide Kulturen, für die Robben eine existenzielle Bedeutung haben, wissen von Seehunden zu berichten, die ihr Fell ablegen und zum Menschen werden. Die Kelten haben auch die Antwort darauf gefunden, warum Trolle und Seehunde einander so ähnlich sind. Nach einer Meuterei im Himmel schlugen sich einige Engel auf die Seite des Fürsten des Morgens, Satans, woraufhin Gott Anweisung gab, sie aus dem Himmel zu werfen. Diejenigen, die aufs Land fielen, wurden Trolle oder Elfen, die anderen aber, die ins Wasser purzelten, sind heute Seehunde.
Die „Seefreude der Seehundfrau“ ist eine weitere keltische Erzählung. Eike Schönfeld übersetzte sie aus der Sammlung „Songs of the Hebrides“. Die Skulptur des Walrosses, das sich versonnen gen Himmel streckt, stammt von dem Inuit-Künstler Johnassie Eyaituq. Der im kanadischen Sanikiluaq arbeitende Bildhauer hat das Walross einem grauen Speckstein entlockt. jur
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