Papageientaucher

Fundstücke aus Kunst und Literatur

Im nördlichen Atlantik und westlichen Nordpolarmeer lebt der Papageientaucher, auch Papageitaucher oder Puffin genannt. Die größte Population findet sich in Island, seit 2015 gilt er als gefährdet. Die Tiere reizen zum Lachen, wahrscheinlich liegt es am Schnabel, der ihrem Gesicht einen liebenswürdigen Ausdruck verleiht. Der große deutsche Zoologe Alfred Brehm (1829–1884) beschreibt sehr detailliert sein erstes Zusammentreffen mit dem „merkwürdigen“ Vogel auf den Lofoten. Die norwegische Lyrikerin Gro Dahle (geboren 1962) geht über das Deskriptive hinaus und zeigt in wenigen Zeilen, warum es besser ist, ein komischer Vogel zu sein als ein toter. Sigmund Freuds Enkel Lucian Freud (1922–2011) gilt als einer der bedeutendsten und teuersten Porträtmaler Englands, sein berühmtestes Bild „Benefits Supervisor Sleeping“ wechselte 2008 für 33,6 Millionen Dollar den Besitzer. Sein Bild des Papageientauchers auf den Scilly Isles gehört zu seinem Frühwerk. Damals malte er noch flächig, erst später trug er die Farbe pastos auf. Allen drei Arbeiten ist die Sympathie anzumerken, die die Künstler für den niedlichen Vogel verspürten. zdb

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mare No. 128Juni / Juli 2018

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