Neuigkeiten aus der Welt der Meere

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Umwelttechnik

Kindergarten für Fische

Ein Team von französischen Wissenschaftlern hat eine Idee entwickelt, um jungen Fischen im Mittelmeer das Überleben zu erleichtern. Sie sollen in einer Art Unterwasserzelt unterkommen, bis sie groß genug sind, Fressfeinden zu entkommen. „Nur fünf Prozent der jungen Fische mit einer Größe von drei bis fünf Millimetern überleben bis zu dem Alter, in dem sie sich selbst fortpflanzen können. Alle anderen werden von Fressfeinden vernichtet“, sagt Gilles Lecaillon, Geschäftsführer von Ecocean, einem Unternehmen für Umwelttechnik aus Montpellier. Die von Ecocean hergestellten „Biohuts“ bestehen aus Stahl, Holz, Austernschalen und Kokosnussfasern. Lecaillon, früher Forscher an der Université de Perpignan, und sein Team sammeln die Fische kurz nach dem Larvenstadium mithilfe von Fischern ein. Drei Monate werden sie in den „Biohuts“ im Hafen von Marseille gefüttert und aufgezogen, bis sie das Jugendalter und eine Größe von ungefähr sieben Zentimetern erreicht haben. Dann werden die Fische vor den Küstenorten Cassis, La Ciotat und Marseille freigelassen, wo sie nun vielen Fressfeinden entkommen können. Seit 2015 hat Ecocean auf diese Weise 4000 Fische 30 verschiedener Arten ausgesetzt. Lecaillon: „Wir machen dabei keinen Unterschied zwischen kommerziell erfolgreichen Fischarten und anderen. Alle gehören zum Ökosystem.“ mz

Wirtschaft

Prora-Investor ist pleite

Es ist eines der größten Immobilienprojekte, die je auf der Insel Rügen realisiert wurden: die Sanierung des 4,5 Kilometer langen Gebäudekomplexes in Prora, erbaut zwischen 1936 und 1939 von den Nationalsozialisten. Vier der fünf Blöcke wurden an Investoren verkauft. Zurzeit entstehen darin Hotels und Wohnungen mit Blick auf die Ostsee. Jetzt musste jedoch der Berliner Investor von Block I, „Wohnen in Prora“, Insolvenz anmelden. „Unser Bankdarlehen wurde bedauerlicherweise trotz intensiver Bemühungen nicht verlängert“, so Geschäftsführerin Iris Hegerich. Ihre Firma saniert den etwa 450 Meter langen Gebäudeteil mit rund 260 Eigentumswohnungen. Das Bittere: Das Objekt ist bis auf Kleinigkeiten fertig, inklusive Sport- und Spielplatz. „Alle Wohnungen sind bezugsfertig“, sagt Elisa Weizmann vom Mutterunternehmen IrisGerd. Zudem seien fast alle Wohnungen verkauft – zu Quadratmeterpreisen von bis zu 8000 Euro. Grund für die Pleite sei die Verzögerung der Bauarbeiten wegen Denkmalauflagen und des Wechsels der Baufirma. „Es war nicht leicht, Gewerke zu finden, die Material und Personal auf die Insel bringen wollten“, erklärt Weizmann. Noch sind die Wohnungen nicht an die Käufer überschrieben. Wie es jetzt weitergeht, entscheidet der Insolvenzverwalter. mz

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mare No. 131

No. 131Dezember 2018 / Januar 2019

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