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Kultur

Kunst an Tel Avivs Strand

14 Kilometer entlang einer prächtigen Promenade – das ist der Strand von Tel Aviv, der als einer der schönsten und vielfältigsten von Israel gilt. Einen Abschnitt haben die Kuratoren des Tel Aviv Museum of Art vor Kurzem in eine Outdoorausstellung verwandelt: den Trumpeldor Beach an der Shlomo-Lahat-Promenade. Bis zum 1. Juli waren direkt am Mittelmeer Gemälde israelischer und internationaler Künstler ausgestellt. „Die Bilder waren natürlich Reproduktionen“, sagt Mira Marcus von der Stadt Tel Aviv, „die Originale hängen im Tel Aviv Museum of Art.“ Ziel sei es gewesen, die Kunst in die Öffentlichkeit zu bringen und Besucher ins Museum zu locken, so die Kuratoren. Die ausgestellten Reproduktionen stammten von Expressionisten wie Wassily Kandinsky oder Max Pechstein, von Pointillisten wie Paul Signac und von Vertretern der Klassischen Moderne wie Pablo Picasso und Henri Matisse. Einige Bilder haben einen Bezug zum Meer. Zu sehen war etwa ein Gemälde aus Picassos blauer Periode, „Mutter und Kind“ von 1901. Ausgestellt waren auch „Zwei Frauen auf einem Balkon“ von Henri Matisse (1921) und Max Pechsteins „Sonnenuntergang an der See“ (1921). mz


Archäologie

Taucher bergen Römerschatz

Taucher aus Israel haben an der Mittelmeerküste einen sensationellen Schatz geborgen: die Ladung eines gesunkenen Handelsschiffs aus der späten römischen Ära, also rund 1600 Jahre alt. Es sei der größte Fund dieser Art seit drei Jahrzehnten, teilte die Israel
Antiquities Authority mit. Jacob Sharvit von der Abteilung für Unterwasserarchäologie sprach von „extrem aufregenden Funden, die, abgesehen von ihrer außergewöhnlichen Schönheit, von historischer Bedeutung sind“. Dazu gehören Bronzelampen und Statuen mit Abbildungen des Sonnengotts Sol, der Mondgöttin Luna oder der Kopf eines afrikanischen Sklaven. Entdeckungen von römischen Metallstatuen sind selten, weil sie oft eingeschmolzen und neu verwertet wurden. „Das Schiffsunglück hat sie in diesem Fall vor dem Recycling bewahrt und für uns erhalten“, sagt Sharvit. Zwei Hobbytaucher hatten die Schätze im April vor dem antiken Hafen der Stadt Caesarea entdeckt. Das Schiff sollte die Metallobjekte vermutlich in der Zeit um 400 n. Chr. zur Wiederverwendung aus Caesarea abtransportieren, als es schon an der Hafenausfahrt in Seenot geriet und an Uferfelsen zerschellte. Schon 2015 wurde an der Küste vor Caesarea der größte jemals in Israel geborgene Goldschatz an Land geholt. Sharvit erklärt: „Die Zahl der Funde nimmt zu, weil der Sandboden zunehmend aus dem alten Hafen gespült wird und es mehr Hobbytaucher gibt.“ mz

 

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mare No. 117

No. 117August / September 2016

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