Dass in einer Zeichnung des flämischen Malers Pieter Bruegel der Ältere (um 1520–1569) ein Fisch mit Artgenossen im Mund auf zwei Beinen spazieren geht, hat zunächst einen nachvollziehbaren Grund: Ihr Titel ist das niederländische Sprichwort „Die großen Fische fressen die kleinen“. Doch die Sozialkritik, die man ihm stets anheftet, war nicht Bruegels einziger Impetus – von „Traumgebilden“ in seinem Werk sprachen schon Zeitgenossen in einem Nachruf. Fast vier Jahrhunderte später driftet der Dada-Künstler Hans Arp (1886–1966) im Strom seiner Wortbilder und führt doch die Verschobenheit seiner Kunst wieder auf die Basis des Daseins zurück. „Dada ist unsinnig wie die Natur und das Leben“, hat er einmal gesagt. Die ältesten Fantasien aber findet man in märchenhaften Überlieferungen. Die Orientalistin Claudia Ott hat die früheste, aus dem 15. Jahrhundert stammende Fassung von Tausendundeiner Nacht neu übersetzt; sie wurde von der Kritik vor allem für die explizite Erotik in ihrer Interpretation gelobt. mw
Dies ist ein Auszug aus dem Text. Den ganzen Beitrag lesen Sie in mare No. 69. Abonnentinnen und Abonnenten lesen ihn auch hier im mare Archiv.
| Vita | mare-Kulturredaktion |
|---|---|
| Person | Aus der Redaktion |
| Vita | mare-Kulturredaktion |
| Person | Aus der Redaktion |