Universität Oldenburg
Algenblüte im Stahltank
Die Meere sind voll mit nahrhaften Kohlenstoffverbindungen, mit Zuckern, Fettsäuren und Millionen anderer Moleküle. Forscher sprechen vom gelösten organischen Kohlenstoff, dem Dissolved Organic Matter, DOM. Das DOM ist wichtig, weil sich davon Bakterien und das pflanzliche Plankton im Meer ernähren, das wiederum Krebsen und Fischen als Nahrung dient. Um mehr darüber zu erfahren, haben Jutta Niggemann vom Institut für Chemie und Biologie des Meeres der Universität Oldenburg und ihr Kollege Thorsten Dittmar das Promotionsprogramm EcoMol gestartet. In großen Stahltanks mit 5000 Liter Fassungsvermögen beobachten sie künstlich herbeigeführte Algenblüten. Mit dabei sind Doktoranden aus zwölf Fachgebieten. „Wir wollen genau verstehen, wann bestimmte Bakterien und Algen gedeihen und wie sich dann die Zusammensetzung des DOM verändert“, sagt Niggemann. Der Hintergrund: Mit dem Klimawandel und der Verschmutzung der Ozeane durch zu viele Nährstoffe verändert der Mensch das Leben im Ozean. „Erst wenn wir die natürlichen Zusammenhänge zwischen DOM, Bakterien und Algen verstehen, werden wir abschätzen können, wie sich die Aktivität des Menschen auf die Lebensgemeinschaften im Meer auswirkt.“
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