Dort, wo das Watt durch angeschwemmte Sedimente dem Meer entwächst, entsteht die Marsch, ein fruchtbarer Boden, der an vielen Küsten einen eigenen Kulturraum nährt. Der niederländische Maler Anton Mauve (1838–1888) lebte in seinen späteren Jahren in der holländischen Heide unweit des IJsselmeers, wo auch sein Bild „Das Marschland“ entstand. Er war ein Vertreter der Haager Schule, berühmt für impressionistische Landschaftsbilder unberührter Natur, und wurde von Kritikern wegen der düsteren Stimmung seiner Werke als „Graumaler“ verspottet. Der US-amerikanische Schriftsteller und Lyriker James Lafayette Dickey (1923–1997) feierte seinen größten Erfolg als Prosaautor. „Deliverance“ (deutsch: „Flussfahrt“), mit Burt Reynolds in einer Hauptrolle verfilmt, gilt als einer der besten Romane des 20. Jahrhunderts. Sein Landsmann Robert Hass (geb. 1941) hat für seine Gedichte einen Pulitzerpreis gewonnen. Seine Heimat, die amerikanische Westküste bei San Francisco, dient ihm oft als Inspiration. mw
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