Leser fragen mare

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Welche Trockendocks können Containerschiffe wie die „CMA CGM Alexander von Humboldt“ aufnehmen?
Christine Friedrich, Hamburg

Ab 2012 erwarb die französische Reederei CMA CGM drei baugleiche Frachter, darunter die „Alexander von Humboldt“. Mit einer Kapazität von gut 16 000 Standardcontainern waren sie kurzzeitig die größten ihrer Art. Leider blieb die Anfrage bei der Reederei, in welchem Trockendock die 396 Meter langen und knapp 54 Meter breiten Riesen denn im Fall des Falles überholt werden, ohne Antwort. Dafür käme etwa die Bauwerft infrage. Tatsächlich verfügt die südkoreanische DSME-Werft über ein 360 mal 60 Meter großes Trockendock, das für Reparaturen genutzt wird. Ralf Sören Marquardt, Geschäftsführer des Verbands für Schiffbau und Meerestechnik, weist indes darauf hin, dass viele Neubauwerften für Reparaturen nicht geeignet sind. „Insgesamt gibt es, gemessen an der zunehmenden Anzahl sehr großer Containerschiffe, in Europa nur eine recht begrenzte Auswahl an geeigneten Werften.“ Dazu zählt etwa Dock 20 von Lisnave, der größten europäischen Reparaturwerft in Portugal, aber auch die Trockendocks 3 der Damen-Werft in Brest und der dänischen Fayard-Werft sowie, als einziger deutscher Standort, die Kieler ADM-Werft. Eine nicht mehr aktuelle Aufstellung weltweiter Trockendocks findet sich übrigens bei Wikipedia.


Bei einem Törn nach Nordostgrönland bewunderte ich die uralten Sedimentgesteine entlang der Fjorde. Gibt es eigentlich Bohrkerne aus der Region?
Mechthild Müser, Bremen

Spätestens seit den Zeiten Nansens und Wegeners ist Ostgrönland ein lohnendes Ziel von Expeditionen. Etwa, wenn es um grundlegende Forschungen zur Klima- und Umweltgeschichte geht. Mit Forschungsschiffen wie der „Polarstern“ werden deshalb Sedimentproben in ostgrönländischen Fjorden gewonnen. Aber auch Seesedimente sind von Interesse. So reiste ein dänisch-deutsch-holländisches Team auf die Insel Store Koldewey, um anhand von Seeablagerungen den nacheiszeitlichen Rückzug des Inlandeises zu rekonstruieren. Expeditionen des Ozeanbohrprogramms ODP erbohrten mit der „Joides Resolution“ wenige Seemeilen vor Ostgrönlands Küste Hunderte Meter Basalt. Damit ergründeten Wissenschaftler die von heftigen vulkanischen Eruptionen geprägte Geburt des Atlantiks. Auf einem anderen Blatt stehen Expeditionen im Zeichen der Erdölexploration. Seit 2008 fanden dazu in Nordostgrönland alljährlich Kampagnen von drei bis sechs Wochen Dauer statt, die Bohrkerne von bis zu 235 Meter Länge erbrachten. Hier kooperieren Ölmultis unter anderem mit Dänemarks und Grönlands Geologischem Dienst. Das politische Ziel dahinter: Grönland strebt nach mehr politischer Unabhängigkeit. Öldollars sind dazu willkommenes Mittel zum Zweck.

Dies ist ein Auszug aus dem Text. Den ganzen Beitrag lesen Sie in mare No. 108. Abonnentinnen und Abonnenten lesen ihn auch hier im mare Archiv.

mare No. 108

No. 108Februar / März 2015

MARUM – Zentrum für Marine Umweltwissenschaften der Universität Bremen

Ihre maritimen Fragen können Sie per Telefon (0800/218 218 2, gebührenfrei) oder E-Mail (wat@mare.de) stellen. Es antworten Ihnen Jana Stone und Ulrike Prange von MARUM – Zentrum für Marine Umweltwissenschaften der Universität Bremen.

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