Haben Fische eigentlich auch Blutgruppen?
Anette Lenz-Stamm, Mainz
„Blut ist ein besonderer Saft", wusste schon Mephisto in Goethes „Faust" - dies gilt für Menschen, Pudel und Fische gleichermaßen. Sein Strom durchzieht den gesamten Körper. Blut führt Energie, Sauerstoff und Informationen mit sich und entsorgt Abfall und Gifte. Außerdem schützt es uns: Jeglicher Fremdkörper wird erkannt und angegriffen - egal ob Bakterium, Virus oder fremde Blutzelle. Denn jede Zelle trägt bestimmte Eiweiße auf ihrer Oberfläche, an denen das Immunsystem Freund und Feind unterscheiden kann. Die meisten dieser Moleküle gehören zum so genannten MHC-Komplex und werden vom Zellkern gesteuert. Unsere Blutkörperchen besitzen aber keinen Kern. Daher tragen sie auf ihrer Oberfläche nur sehr wenige Merkmale - und nach ihnen sind die menschlichen Blutgruppen wie A, B oder Rhesus benannt. Fische haben zwar ebenfalls Blutgruppen, doch bei ihnen sind die MHC-Moleküle wichtiger, um fremde Blutzellen zu erkennen. Das MHC-System bei Fischen ist allerdings erheblich einfacher gestrickt als bei Menschen. Während bei Menschen um die 100 verschiedene MHC-Moleküle vorkommen, sind es bei Fischen nur zwei. Nicht, dass Fische oft Blut von fremden Fischen erhalten - aber bei einer ersten Transfusion käme es wohl kaum zu Problemen.
Woher hat der bretonische Leuchtturm Eckmühl seinen Namen?
Pit Seibert, Marburg
Eckmühl - das ist kein Name, den man mit der Bretagne verbinden würde. Und doch steht dort der Phare d'Eckmühl, einer der schönsten und mit seinen 65 Metern auch einer der höchsten Leuchttürme Frankreichs. Seine Geschichte beginnt am 22. April 1809 in dem kleinen niederbayerischen Ort Eggbühl. Louis Nicolas Davout erobert für Napoleon Schloss Eggbühl und wird dafür von seinem Feldherrn - in leichter Abwandlung - zum Prinzen von Eckmühl ernannt. Gut 80 Jahre später stirbt seine Tochter, die Marquise de Blocqueville, in Paris. Sie hinterlässt dem Staat 300.000 Franc, um an einer der gefährlichsten Stellen der französischen Atlantikküste einen Leuchtturm zu errichten. Er soll - im Gegensatz zu dem von ihr verabscheuten Krieg - Leben retten. Einzige Bedingung: Der Turm muss solide gebaut sein und den Namen ihres Vaters tragen. Man beschließt, mit dem Geld den alten, zu niedrigen Leuchtturm von Penmarc'h zu ersetzen. Noch heute ziert eine Statue des Prinzen von Eckmühl den Raum direkt unter dem mächtigen Linsenapparat. Seit 1897 schickt der Leuchtturm seinen Lichtstrahl fast 50 Kilometer aufs Meer hinaus und geleitet Schiffe sicher in den Hafen.
Dies ist ein Auszug aus dem Text. Den ganzen Beitrag lesen Sie in mare No. 56. Abonnentinnen und Abonnenten lesen ihn auch hier im mare Archiv.
Ihre maritimen Fragen können Sie per Telefon (0800/218 218 2, gebührenfrei) oder E-Mail (wat@mare.de) stellen. Es antworten Ihnen Jana Stone und Ulrike Prange von MARUM – Zentrum für Marine Umweltwissenschaften der Universität Bremen.
| Vita | Ihre maritimen Fragen können Sie per Telefon (0800/218 218 2, gebührenfrei) oder E-Mail (wat@mare.de) stellen. Es antworten Ihnen Jana Stone und Ulrike Prange von MARUM – Zentrum für Marine Umweltwissenschaften der Universität Bremen. |
|---|---|
| Person | Ihre maritimen Fragen können Sie per Telefon (0800/218 218 2, gebührenfrei) oder E-Mail (wat@mare.de) stellen. Es antworten Ihnen Jana Stone und Ulrike Prange von MARUM – Zentrum für Marine Umweltwissenschaften der Universität Bremen. |
| Vita | Ihre maritimen Fragen können Sie per Telefon (0800/218 218 2, gebührenfrei) oder E-Mail (wat@mare.de) stellen. Es antworten Ihnen Jana Stone und Ulrike Prange von MARUM – Zentrum für Marine Umweltwissenschaften der Universität Bremen. |
| Person | Ihre maritimen Fragen können Sie per Telefon (0800/218 218 2, gebührenfrei) oder E-Mail (wat@mare.de) stellen. Es antworten Ihnen Jana Stone und Ulrike Prange von MARUM – Zentrum für Marine Umweltwissenschaften der Universität Bremen. |