Welche sind die schnellsten nicht militärischen Boote der Welt?
Helmut Braun, per E-Mail
Kreuzfahrtdampfer, Segelboot, Containerschiff oder Megayacht: So vielfältig wie die existierenden Boots- und Schiffstypen sind auch ihre Eigenschaften – und natürlich auch ihre Superlative. Schneller als in einem Speedboot geht es nicht. Im Schnitt 250 Kilometer pro Stunde erreicht die „Formel 1“ auf dem Wasser heutzutage. Das Geheimnis der Geschwindigkeit: In den Speedbooten sind Helikopter- oder Jetmotoren verbaut. Den aktuellen Geschwindigkeitsrekord hält der Australier Ken Warby – und das seit 1978. Mit seinem Boot „Spirit of Australia“ erreichte er eine Geschwindigkeit von knapp über 511 Kilometern pro Stunde. Trotz des technischen Fortschritts steht dieser Rekord seit gut 38 Jahren. Denn wie jeder andere Rennsport ist auch das Speedbootfahren nicht ungefährlich, und so mancher Rekordaspirant kommt dabei ums Leben. Als schnellste Luxusyacht gilt „The World Is Not Enough“, deren Höchstgeschwindigkeit mit 70 Knoten, also knapp 130 Kilometern pro Stunde, angegeben ist. Schnellstes Kreuzfahrtschiff ist derzeit die „Queen Mary 2“. Wegen ihrer Konzeption als Transatlantik- liner erreicht sie 30 Knoten, also etwa 56 Kilometer pro Stunde.
Wieso finden sich Seeohren so häufig in der Nähe von Seeigeln?
Axel Siebert, Hamburg
Seeohren gehören zu den Meeresschnecken und sind auch unter dem Namen Abalonen bekannt. Die Form ihrer Schale erinnert an eine Ohrmuschel. Diese weist mehrere in einer Reihe angeordneter Atemlöcher auf und ist innen mit einer Perlmuttschicht überzogen. Wie der Fragesteller beobachtete, finden sich Seeohren häufig in der Nähe von Seeigeln. Forscher haben die Beziehung zwischen der Seeigelart Paraechinus angulosus und der Abaloneart Haliotis midae in südafrikanischen Gewässern genauer untersucht. Die Larven der Seeohren benötigen festen Untergrund und siedeln dort bevorzugt auf krustenbildenden, korallenartigen Algen. Wachsen die Larven zu jungen Abalonen heran, verlieren sie ihre Tarnfarbe und ziehen um. Die meisten von ihnen verbringen ihre Jugend tatsächlich unter einem Seeigel. Hier finden sie Schutz vor Fressfeinden wie Fischen und Oktopussen. Haben junge Seeohren die Wahl, sitzen sie lieber unter einem Seeigel als unter einem Stein. Das bietet einen weiteren Vorteil: Anscheinend fressen sie herabfallende Reste des Seetangs, den die Seeigel verspeisen. Gebiete, in denen Seeigel stark dezimiert werden, können sich rasch verändern und so als Abalonenkinderstube untauglich werden – unabhängig davon, wie viele ausgewachsene Abalonen in diesem Gebiet leben. Seeigel scheinen keinen Vorteil aus dieser ungewöhnlichen WG zu ziehen.
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Ihre maritimen Fragen können Sie per Telefon (0800/218 218 2, gebührenfrei) oder E-Mail (wat@mare.de) stellen. Es antworten Ihnen Jana Stone und Ulrike Prange von MARUM – Zentrum für Marine Umweltwissenschaften der Universität Bremen.
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