Leser fragen mare

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Gibt es Weiße Haie im Mittelmeer?
Gian Franco Broggi, Langenthal (Schweiz)


Der Weiße Hai (Carcharodon carcharias) ist der größte Raubfisch der Ozeane. Er kommt weltweit in gemäßigten Gebieten, im Winter auch in den Subtropen und Tropen vor. Auch im Mittelmeer gibt es ihn und nicht nur, wie man vermuten könnte, als Besucher aus dem Atlantik. Der Weißhai ist im Mittelmeer tatsächlich heimisch, und dies schon lange vor den ersten Mittelmeertouristen. Wie Funde fossiler Haizähne aus dem Südwesten Spaniens belegen, schwamm der große Weiße bereits im Mittelmeer des frühen Pliozäns (5,3 bis 3,6 Millionen Jahre vor heute). Forscher der Universität Aberdeen fanden mittels Genanalysen heraus, dass die nächsten Verwandten der heute im Mittelmeer lebenden Weißhaie nicht etwa ihre Artgenossen aus dem Atlantik sind, sondern im Indopazifik leben. Von hier aus machten sich die Vorfahren der Mittelmeerhaie vor etwa 450 000 Jahren auf den Weg in den mediterranen Raum. Ob der Weiße Hai auch in Zukunft noch im Mittelmeer zu Hause sein wird, ist ungewiss. Laut WWF gilt er hier bereits als stark gefährdet. Viele Weißhaie enden als Beifang in den Fischernetzen oder als
Trophäen der Sportfischer. Seit 2000 ist er auf der Roten Liste der Weltnaturschutzunion IUCN als „gefährdet“ eingestuft.

Haben Seeleute eigentlich eine Präferenz für Seebestattungen?
Emil Schuschnig, Eichenau


In Deutschland sind Seebestattungen seit etwa 35 Jahren üblich.
Von Borkum bis Sylt, von der Flensburger Förde bis zum Greifswalder Bodden finden jedes Jahr etwa 5000 Menschen ihre letzte Ruhestätte auf See. Etliche Reedereien bieten dafür ihre Dienste an. Menschen, die sich für diese Form der Bestattung entscheiden, haben nach Auskunft des Bundesverbands Deutscher Bestatter in der Regel einen persönlichen Bezug zum Wasser. Sei es, weil sie Segler und Angler waren oder Bootsführer und Binnenschiffer. „Diesen Hang zur See trifft man jedoch nicht nur an den Küsten an“, sagt Ralf Paulsen von der Deutschen Seebestattungsgenossenschaft. „Wir erhalten auch Anfragen aus Süddeutschland, etwa von Menschen, die Angehörige auf See verloren
haben und sich nach ihrem eigenen Tod durch eine Seebestattung mit ihren Liebsten vereint fühlen wollen.“ Da die Seebestatter indes nur selten über Informationen zu den beruflichen Hintergründen der Toten verfügen und auch keine entsprechenden Statistiken geführt werden, ist ungewiss, ob sich etwa Schiffsoffiziere oder Schiffsmechaniker, das heißt Seeleute im Sinn geltender Berufsbilder, bevorzugt im Meer bestatten lassen.


Dies ist ein Auszug aus dem Text. Den ganzen Beitrag lesen Sie in mare No. 89. Abonnentinnen und Abonnenten lesen ihn auch hier im mare Archiv.

mare No. 89

No. 89Dezember 2011 / Januar 2012

MARUM – Zentrum für Marine Umweltwissenschaften der Universität Bremen

Ihre maritimen Fragen können Sie per Telefon (0800/218 218 2, gebührenfrei) oder E-Mail (wat@mare.de) stellen. Es antworten Ihnen Jana Stone und Ulrike Prange von MARUM – Zentrum für Marine Umweltwissenschaften der Universität Bremen.

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