Irland

Fundstücke aus Kunst und Literatur

Man hängt der Insel im Atlantik gerne ein liebliches Image an, doch Irland ist auch ein Land mit Klippen und Widersprüchen, das ebenso viele Grauschattierungen kennt wie das Bild der irischen Künstlerin Eva Sydney „Evie“ Hone (1894–1955). Von Kinderlähmung gezeichnet, verfolgte sie mit Entschlossenheit ein Kunststudium in London und Paris. So eigensinnig ihr Leben war, so ergeben war sie dem Katholizismus. Ihr Hauptwerk sind Glasmosaikfenster, die Kirchen im ganzen Land schmücken. Die Kunst des ersten irischen Literaturnobelpreisträgers William Butler Yeats (1865–1939) strahlt weit über die Grenzen seiner Heimat hinaus. In seinen Gedichten oft mythisch-symbolistisch, war er gleichzeitig politisch aktiver Nationalist. Als 1957 Heinrich Böll (1917–1985) sein „Irisches Tagebuch“ veröffentlichte, zeigten sich die Rezensenten überrascht über den persönlichen Ton des kritischen Schriftstellers. Von 1954 an verbrachte er regelmäßig Zeit in seinem Cottage auf Achill Island. mw


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No. 111August / September 2015

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