Die emotionale Nähe zwischen Mensch und Delfin ist das verbindende Element der Arbeiten dieser fünf Künstler. Das gewohnt bunte Bild des amerikanischen Graffitimalers Keith Haring (1958–1990) entstand ein Jahr vor seinem frühen Tod. Ein Mensch reitet auf einem Delfin, ein Motiv, das auf die Arion-Sage zurückgeht und in vielfältigen Abwandlungen und Weiterentwicklungen textlich bearbeitet wurde. Die antiken Dichter Aulus Licinius Archias (ein Freund Ciceros), Philippos von Thessalonike und Antiphilos von Byzanz, die in den zwei Jahrhunderten um Christi Geburt lebten, würdigten das Tier, das in ihren Gewässern so häufig vorkam und sie auf Seereisen nicht nur gedanklich begleitete, in ihren Texten. Der Delfin gehört zum kulturellen Gut Griechenlands. Auch Rainer Maria Rilke (1875–1926) hat sich in seiner Pariser Zeit des gesegneten Tieres angenommen. Sein Gedicht „Delphine“ hat er am 1. August 1907 verfasst; die Nähe zwischen Mensch und Tier liegt bei ihm allerdings eher darin, dass Delfine Warmblüter sind und daher den Menschen näher stehen als Fische. zdb
Dies ist ein Auszug aus dem Text. Den ganzen Beitrag lesen Sie in mare No. 56. Abonnentinnen und Abonnenten lesen ihn auch hier im mare Archiv.
| Vita | mare-Kulturredaktion |
|---|---|
| Person | mare-Kulturredaktion |
| Vita | mare-Kulturredaktion |
| Person | mare-Kulturredaktion |