Hochkomplex und simpel, wunderschön und glibberig, zart und tödlich: Der ambivalente Kosmos der Quallen
Quallen bestehen zu mehr als 95 Prozent aus Wasser, haben weder Herz noch Hirn, aber dafür ein hochkomplexes Nervennetz. Sie bevölkern seit über einer halben Milliarde Jahren unsere Meere, und es gibt eine Quallenart, die als biologisch unsterblich gilt. Dagmar Röhrlich nimmt uns mit in den verborgenen Kosmos der Medusen, vom Strand bis in die Tiefsee, vom Meeresboden bis in die Labore, in denen Forscher versuchen, ihre Geheimnisse zu entschlüsseln. Sie zeigt, wie vielfältig sich Mensch und Qualle begegnen: Badegäste und Fischer verfluchen ihre Präsenz, in mancher Landesküche kennt man sie als Delikatesse, und Mediziner erforschen ihre Regenerationskünste. Mit ihrem einzigartigen Erfolgsrezept aus Einfachheit, Flexibilität und Effizienz erzählen Quallen eine bisher unterschätzte Überlebensgeschichte und eröffnen eine ganz neue Sicht auf das Leben im Meer.
Dagmar Röhrlich, geboren 1956 in Aachen, studierte Geologie und arbeitet als freie Wissenschaftsjournalistin. Für ihre Arbeiten im Rundfunk und in den Printmedien hat sie etliche renommierte Auszeichnungen erhalten, darunter den „Georg-von-Holtzbrinck-Preis“ für Wissenschaftsjournalismus (1999). Für die Reihe marewissen schrieb sie die zwei Bände Tiefsee. Von Schwarzen Rauchern und blinkenden Fischen(2010) und Urmeer. Die Entstehung des Lebens (2012). Sie lebt heute in Köln.
Zoe Keller ist Illustratorin und Amateur-Naturforscherin aus Woodstock, New York, und studierte am Maryland Institute College of Art. Seit ihrer Kindheit in den Appalachen von Flora und Fauna fasziniert, widmet sie sich in ihrer Kunst insbesondere gefährdeten Arten und Lebensräumen. Für ihre Naturporträts arbeitet Keller mit Grafit und digitalen Medien und steht in engem Austausch mit Naturwissenschafler:innen.