Herzlich willkommen
Wenn die Zeiten anders wären als sie sind, hätten wir am mare-Stand auf der Frankfurter Buchmesse begeistert unsere Neuerscheinungen vorgestellt. Eine persönliche Begegnung blieb uns verwehrt, aber immerhin stellen in dieser kleinen digitalen Messe-Alternative Autorinnen und Autoren und Kolleginnen und Kollegen sehr persönlich die Perlen des mare-Herbstprogramms vor.

Nikolaus Gelpke stellt vor: Tel Aviv

Tel Aviv – eine Stadt wie keine andere: so heiter, säkular, heterogen, weltoffen, feministisch und gay friendly wie keine andere Stadt des Nahen Ostens. Aber ihre Einwohner sind keine selbstvergessenen Partymenschen, sondern Zeugen und Nachfahren weltgeschichtlicher Katastrophen und daher begabt mit einer großen Überlebensfähigkeit und einer unnachahmlichen menschenfreundlichen Ironie. Der Berliner Fotograf Jan Windszus fand für diesen Bildband die inneren und die äußeren Schönheiten dieser einzigartigen Stadt. Den begleitenden Essay schrieb der Berliner Schriftsteller Marko Martin.
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Anne von Canal stellt vor: Mein Gotland

Für Anne von Canal ist Gotland ihre Winterinsel, die ihr auf Schritt und Tritt Geschichten einflüstert: von Ingmar Bergman und Pippi Langstrumpf, von Gotlands erstem Winzer Lauri, von einem Freilichttheater, das Kriegsgefangene erbauten, und einem spektakulären Radiokonzert mit 200 Kirchenglocken. Vergangenes und Gegenwärtiges, Realität und Fiktion fügen sich so zu einer stimmungsvollen Ballade.
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Sophia Hungerhoff stellt vor: Polarliebe von Sigri Sandberg und Anders Bache

Die Leidenschaft von Amundsen, Scott & Co. galt nicht nur dem ewigen Eis: Dramatische Dreiecksbeziehungen, lebenslange Treue, die Flucht vor dem Skandal in der Heimat oder das Polarabenteuer mit der ganzen Familie, ob auf Spitzbergen, Grönland, in Kanada oder am Südpol – auf der Grundlage von Briefen und Tagebucheinträgen erzählt dieser reich bebilderte Band die Liebesgeschichten der Polarforscher.
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Jan Christophersen stellt vor: Der Schimmelreiter von Theodor Storm

Die norddeutsche Sage eines gespenstischen Reiters, der bei Gefahr auf dem Deich erscheint, kannte Theodor Storm bereits als Kind. Kurz vor seinem Tod verwob er den alten Stoff zu einer Erzählung von zeitloser Relevanz: Der Kampf des Deichgrafen Hauke Haien, dem Argwohn seiner Gemeinde zum Trotz den Deichbau zu revolutionieren, versinnbildlicht wie kaum ein anderes Stück Literatur den immerwährenden Widerstreit zwischen Mensch und Meer, zwischen Aufklärung und Aberglauben.
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Katja Scholtz stellt vor: Unglaubliche Reisen von David Barrie

Wussten Sie, dass Lachse sich auf ihre Nase verlassen, Mistkäfer das Licht der Milchstraße nutzen und Meeresschildkröten mithilfe des Erdmagnetfelds ihren Geburtsstrand wiederfinden? Tiere sind navigatorische Superhelden. Sie verfügen über sensationelle Sinne und machen ohne fremde Hilfe ihren Weg – von der winzigsten Wüstenameise bis zum größten Meeressäuger.
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Judith Weber stellt vor: Bären füttern verboten von Rachel Elliott

Als sie nach 30 Jahren an den Strand von St. Ives zurückkehrt, den Ort, den sie seit ihrer Kindheit am meisten fürchtet, begegnet die Freerunnerin Sydney einer Reihe skurriler Menschen, deren Leben um keinen Deut weniger chaotisch ist als ihres. Doch sind es nicht gerade die Macken, die uns liebenswert machen, und die Umwege, die uns ans Ziel bringen?
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Arezu Weitholz stellt vor: Beinahe Alaska

Mit dem Schiff von Grönland nach Alaska zu reisen, um die Arktis zu fotografieren: ein willkommener Auftrag für jemanden, den zu Hause nicht viel hält. Doch wie ist das, in den Weiten des Nordens, wo man sich nicht verstecken kann – weder vor den Mitreisenden noch vor sich selbst? Sarkastisch und warmherzig, zart und kraftvoll erzählt Arezu Weitholz davon, wie befreiend es ist, sich mit dem Unperfekten auszusöhnen.
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Stephanie Daut stellt vor: Der Niemand von der »Narcissus« von Joseph Conrad

Joseph Conrads fulminanter dritter Roman erschien 1898 mit einem Titel, den der Autor damals befürwortete, der seine Lektüre jedoch seither umstritten machte: The Nigger of the »Narcissus«. Der rassistischen Bezeichnung zum Trotz bürgt die Hauptfigur dieser Geschichte einer dramatischen Überfahrt von Indien nach England, der hünenhafte Matrose Jimmy Wait, für das genaue Gegenteil: das würdevoll Menschliche in jedem Einzelnen.
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Jens Rosteck stellt vor: Big Sur. Geschichten einer unbezähmbaren Küste

Ein windumtoster Küstenstreifen an der Westküste der USA zog seit den 1930er-Jahren legendäre Künstlerpersönlichkeiten in seinen Bann und wurde so selbst zur Legende: Big Sur. In der Einsamkeit des so kargen wie inspirierenden Landstrichs gründete Joan Baez ein Folkfestival, schloss Jack Kerouac mit dem Wahnsinn Bekanntschaft und fand Henry Miller nach seinen wilden Pariser Jahren zu innerem Frieden.
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Nikolaus Gelpke stellt vor: mare-Kulturkalender 2021

Es ist ein endloser Schatz an Kunst und Kultur, den der Geruch von Salzwasser umweht – Woche für Woche hebt der mare Kulturkalender Preziosen daraus auf ein Blatt Papier. Zeigt Bilder von alten Meistern und fremden Wesen, von Strandschönheiten und Sturmfahrten. Gemälde, Fotografien, Illustrationen, in jedem Fall Überraschendes, begleitet von Lyrik, Prosa, weisen Worten.
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