mare No. 146

Liebe Leserin, lieber Leser,

es war und ist die Lage. Vor 100 Jahren arbeiteten und feierten in Tanger im rauschenden Mit- und Nebeneinander Musiker, Hippies, Unternehmer, Goldsucher, Abenteurer und Schriftsteller das freie Leben am Nordwestzipfel Afrikas, eine Bootsstunde von Spanien entfernt. Heute zelebriert man mit einem der modernsten und am schnellsten wachsenden Häfen Afrikas vorrangig eine boomende Wirtschaft. Eine Annäherung in Text und Bild.

Was führte im Mai 1935 Blaise Cendras, Autor und Abenteurer, und Colette, exzentrische Künstlerin und Schriftstellerin, für wenige Tage zusammen? Die Jungfernfahrt der „Normandie“ von Le Havre nach New York. Über 60 exklusiv Geladene berichteten von der Reise des schönsten Schiffs aller Zeiten. Eine Hommage an Glanz und Eleganz in drei Akten.

„Sie ist wie eine Mutter, ich bin in ihr geboren“, sagt der Vater Pietro. Sein Sohn Francesco steigt in fünfter Generation in sie hinab. In die Tiefe der Salzmine von Racalmuto. Eine Institution von Sicherheit und Konstanz im flirrenden Süden Siziliens. Ein Porträt der Mine und ihrer Menschen.

Und auch das noch: Warum das „Great Game“ zwischen Großbritannien und Russland nie zum Krieg eskalierte und es doch nur Verlierer gab und noch immer gibt, wie eine Meeresschnecke sich von Sonnenlicht ernährt, warum Annette Kellermann die Bademode revolutionierte, zum Filmstar avancierte und am Ärmelkanal scheiterte, warum Männer aufs Meer schauen, gehobelte Fischflocken das Geheimnis der japanischen Küche sind und wie Schiffe über den Isthmus von Korinth fahren konnten.

All dies erfahren Sie in dieser Ausgabe. Wir versuchen jenseits oberflächlicher oder allgegenwärtiger Aktualität Ihnen in relevanten und nachhaltigen Texten und Bildern ein Kaleidoskop unserer Welt zu vermitteln. Der Blick durch das Meer dient dabei neuen Sichtweisen oder überraschenden Perspektiven. Der Fokus aber ist das Leben an sich.

Im vergangenen Jahr haben Sie unsere Anstrengungen großartig belohnt. Mit vielen neuen Abonnements, weniger Kündigungen und weiteren Geschenkabonnements. Nur so sichern Sie das Fortbestehen einer der letzten echten General-interest-Zeitschriften eines unabhängigen Verlags. Auf Ihre Treue als Abonnentinnen und Abonnenten sind wir stolz, aber auch angewiesen und können Sie hoffentlich weiterhin für grundsätzliche und essenzielle und uns relevant erscheinende Geschichten begeistern.

Viel Spaß beim Lesen wünscht Ihnen

Nikolaus Gelpke

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Das Blaue Telefon

Leser fragen mare

Leser fragen mare

Ihre mare-Hotline in die unerforschten Weiten und Tiefen der Meere

Die mare-Reportage

Salz auf unserer Seele

Salz auf unserer Seele

Unter Siziliens Erde liegt weißes Gold: Salz. Seit Jahrhunderten wird es hier geschürft. Die Arbeit dort ist eine Ehrensache

Schatztruhe

Begegnungen

Begegnungen

Fundstücke aus Kunst und Literatur

Politik

Mit dem Schiff bergauf

Mit dem Schiff bergauf

Findige Köpfe erdachten in der Antike einen Landweg für Schiffe über den Isthmus von Korinth. Die Überreste sind rar

Das Große Spiel

Das Große Spiel

Das Zentrum Asiens war lange Zeit Zankapfel zweier imperialistischer Mächte: England und Russland. Die Auswirkungen spielen bis heute eine Hauptrolle in der weltpolitischen Agenda

Essay

Geisternetze im Nebelmeer

Geisternetze im Nebelmeer

Wie wird umweltpolitische Wirkung erreicht? Die Kampagnen von NGOs setzen in der Kommunikation oft auf die falschen Bilder

Leben

Warum schauen Männer aufs Meer?

Warum schauen Männer aufs Meer?

Das Bild von Männern am Strand, die verloren den Horizont betrachten, sind allen gegenwärtig. Der Grund dafür ist aber unklar

Die Million-Dollar-Nixe

Die Million-Dollar-Nixe

Eine junge Australierin macht Anfang des 20. Jahrhunderts Furore: Sie schwimmt in Serie Weltrekorde, revolutioniert die Bademode und wird zum skandalumwitterten Varieté- und Filmstar

Kombüse

Fischflockenkunst

Fischflockenkunst

Gehobelte Späne vom Bonito sind das Geheimnis in Japans Küche

Wirtschaft

Liberté Toujours

Liberté Toujours

Tanger, Marokkos Hafen zwischen Mittelmeer und Atlantik, schwingt sich auf zum internationalen Wirtschaftszentrum

Kolumne

Mein Hooge, 16.

Mein Hooge, 16.

Unser Kolumnist reiste als Jugendlicher achtmal nach Hooge. Jetzt, nach 30 Jahren, erkundet er die Hallig erneut, als Erwachsener, als Stadtmensch, mit tausend Fragen im Gepäck. Diesmal besucht er den Königspesel

Kultur

Madame fährt nach Amerika

Madame fährt nach Amerika

Die glamouröse Schriftstellerin Colette schrieb im Auftrag ein Tagebuch ihrer ersten Reise auf der ebenso glamourösen „Normandie“

Ein Schiff schläft nie

Ein Schiff schläft nie

Anlässlich der Jungfernfahrt der „Normandie“ lud die Reederei eine Reihe berühmter Dichterinnen und Schriftsteller zu der Passage nach New York ein. Sie sollten die Reise literarisch verewigen­

Glorioser Anfang, tragisches Ende

Glorioser Anfang, tragisches Ende

Die „Normandie“ brach seit 1935 alle Geschwindigkeitsrekorde auf den Meeren und war das luxuriöseste Schiff ihrer Zeit. Aber ihr Leben war kurz und das Ende schmählich

Salon

mare-Salon

mare-Salon

Empfehlungen aus Literatur, Musik, Film und Kulturleben

Wissenschaft

Mein Leben als Pflanze

Mein Leben als Pflanze

Die Meeresschnecke Sacoglossa ist einzigartig: Sie frisst Algen und ernährt­ sich von der Fotosynthese in den verzehrten Algenzellen

Der gute Mensch von Chesapeake Bay

Der gute Mensch von Chesapeake Bay

Die amerikanische Biologin Rachel Carson schreibt in den 1950er Jahren Sachbücher über das Meer, die zu Bestsellern werden. Vor allem ihr Kampf gegen das Pestizid DDT macht sie berühmt – und nebenbei zur Geburtshelferin der Umweltbewegung in den USA

Ausguck

Neues aus der Meeresforschung

Neues aus der Meeresforschung

Nachrichten aus den Meeresforschungsinstituten der Welt

Strandgut

Neuigkeiten aus der Welt der Meere

Neuigkeiten aus der Welt der Meere

Von A wie Architektur bis Z wie Zoologie