mare No. 121

Liebe Leserin, lieber Leser,

diese unfassbar perfekte Vereinigung aus Abendlicht und Decksbeleuchtung an Bord eines Schiffes auf hoher See, das leichte Vibrieren des Stahls unter den Füßen, zugleich ein leichtes Schaukeln in der Dünung und den Blick zum Horizont hin gewendet – so verbrachte ich unzählige Stunden auf Forschungsschiffen. Wenn dann in der aufkommenden Dunkelheit die Scheinwerfer der Kranwinde das schwarze Meer erhellten und das Plankton anzogen, darauf folgend die Fliegenden Fische den Tisch so bereitet vorfanden und wiederum kurze Zeit später Kalmarschwärme eben diese jagten, dann waren die Haie nicht mehr fern, die vor ihnen fliehende Tintenfische aus der Wasseroberfläche trieben. Solche Abende und Nächte an Bord waren immer perfektes Glück.
Denke ich aber an Kreuzfahrt, dann denke ich an Musik und Tanz, opulente Buffets, gechlorte Pools, Stimmengewirr und viel Buntes. Dann denke ich an alles andere als ans Meer. Was Sie auf dem größten Kreuzfahrtschiff der Welt darüber hinaus noch erwartet, warum die Bestsellerautorin Donna Leon solche Giganten fürchtet und was immer mehr Menschen doch auf ihnen reisen lässt, lesen Sie in dieser Ausgabe.

Viel Spaß beim Lesen wünscht Ihnen Nikolaus Gelpke

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Die mare-Reportage

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Kultur

20 Jahre mare

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