mare No. 51

Liebe Leserin, lieber Leser,

es war eine ungeheure Spannung, die mich jedes Mal ergriff, wenn das Netz über das Heck des Schiffes eingeholt wurde. Wir waren nur der Forschung wegen auf See, nicht zum Broterwerb. Doch wenn die ersten Maschen an Deck gezogen wurden, schlug mein Herz höher, wollte ich wissen, was wir in den dunklen Tiefen des Meeres gefangen hatten. Wie muss es erst den Fischern ergehen, deren Existenz davon abhängt? Erst wenn sie sehen, ob das Netz prall gefüllt ist mit dem gewünschten Fisch oder ob nur Beifang und Quallen die Maschen verstopfen, haben sie Gewissheit, dass sich all die Mühe gelohnt hat. Und mühevoll ist die Arbeit nach wie vor. Weder die Kälte noch die Dunkelheit im Sturm, weder die Einsamkeit noch der Gestank haben sich in den Hunderten Jahren der Fischerei geändert. Auch nicht die Sorge der Daheimgebliebenen.

Viel Spaß beim Lesen wünscht Ihnen Nikolaus Gelpke

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Wir bitten um ein wenig Geduld. Die Angaben zum Heftinhalt folgen.

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