mare No. 23

Liebe Leserin, lieber Leser,

ein Leuchtturm darf einfach nicht ausfallen. Nicht nachts. Er muss immer da sein, wo man ihn erwartet. Nicht nur der Sicherheit wegen. Es gibt Dinge im Leben, an denen man nicht zweifelt - dann schon eher am eigenen Verstand. Zu den Dingen, an die man glaubt, gehört auch ein Leuchtturm in tiefschwarzer Nacht. Ein älterer, einsamer Mann. Durchfurchtes Gesicht. In stürmischer Nacht, auf kleiner Plattform über dem Meer. So wollen wir ihn sehen, den klassischen Leuchtturmwärter. Und so wurde er uns in der Vergangenheit immer wieder für Beiträge angeboten. Stets mit dem Zusatz, er sei „der Allerletzte". Bemannte Leuchttürme sterben aus, werden automatisiert. Und so suchten wir sie für diese Ausgabe vergeblich, zunächst. Alle Experten, selbst die Leuchtturm-Zeitschriften waren sich einig: Den klassischen Wärter, der das Licht mit einsamer Hand anknipst, gibt es nicht mehr, nicht in Europa. Aber wie das so ist: Irgendwann fanden wir ihn dann doch, ganz zufällig. Einsam und sturmumtost. In Frankreich am Atlantik.

Viel Spaß beim Lesen wünscht Ihnen Nikolaus Gelpke

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Wir bitten um ein wenig Geduld. Die Angaben zum Heftinhalt folgen.

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