mare No. 149

Liebe Leserin, lieber Leser,

der Satz meiner Mentorin Elisabeth Mann Borgese „Wir müssen die Ozeane retten, wenn wir uns selbst retten wollen“ wurde für mich persönlich vor knapp 40 Jahren zum Lebensmotiv. Auch wurde er verpflichtend für mare. Aber in letzter Konsequenz können wir ihm mit einer Publikumszeitschrift nicht gerecht werden. So initiierte ich vor mehr als zehn Jahren den Meeresreport „World Ocean Review“ (WOR). Finanziert durch Elisabeth Mann Borgeses Stiftung, erarbeitet von herausragenden Meereswissenschaftlern der renommiertesten Forschungsinstitute, in jeder Hinsicht unabhängig, leicht verständlich und zugänglich journalistisch umgesetzt von mare, zudem kostenlos herausgegeben, wurde der WOR zu einer maßgeblichen Stimme zum Erhalt der Meere.

Dieses Konzept hat sich außerordentlich bewährt. Die Berichte werden innerhalb eines Monats im Schnitt 65 000-mal auf der Website www.worldoceanreview.com abgerufen, mehr als 12 000 gedruckte Exemplare wurden allein 2020 auf Anfrage kostenlos verschickt, insgesamt mehr als 150 000. Ausgewählte Ausgaben des WOR gibt es mittlerweile auch auf Chinesisch, Thailändisch und Japanisch. Der WOR dient zum Beispiel in den Touristikresorts auf den Malediven als Basis für den nachhaltigen Umgang mit den Meeren, Parlamentarier der Europäischen Union oder deutsche Politikerinnen orientieren sich an ihm, Schulen verwenden ihn für ihren Unterricht, und Journalistinnen und Journalisten dient er als zuverlässige und inzwischen unverzichtbare Quelle für ihre Arbeit.

Diesen November erscheint der neueste Bericht über den Zustand der Weltmeere, die siebte WOR-Ausgabe. Während meiner 40 Jahre Engagement für die nachhaltige Existenz der Ozeane hat sich wenigstens dies geändert: Inzwischen ist der Mehrheit der Menschen bewusst, dass Elisabeth Mann Borgeses Mahnung weitsichtig und absolut berechtigt war. Und doch ist der WOR wichtiger denn je! Er ist die bedeutende Publikation zum Verständnis der Meeres- und Menschheitsbedrohung, die weit über die Plastikmüllproblematik hinausreicht, dementsprechend komplex und doch leicht verständlich. Jeder und jede kann mithelfen, indem er und sie diesen Report kostenlos bezieht und verbreitet. Nutzen Sie diese Chance – ob für die Lehre, im Journalismus, für politische Entscheidungen oder einfach, um zu verstehen, worum es wirklich im Meeresschutz geht und wie wir diesen umsetzen können. Ich dramatisiere nicht, wenn ich behaupte, dass es dringend ist.

Viel Spaß beim Lesen wünscht Ihnen

Nikolaus Gelpke

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