mare No. 131

Liebe Leserin, lieber Leser,

nachts ist das Meer aktiv, es ruht nicht wie eine Stadt in den frühen Stunden. Viele spezialisierte Räuber nutzen die Dunkelheit, um zu jagen, andere suchen im Schutz der Unsichtbarkeit nach Nahrung. In dieser Ausgabe beleuchten wir die Szene. Wir beschreiben, wer wen jagt und wie sich Paare im Dunkeln finden und warum einige Organismen nachts zur Oberfläche wandern und tags zurück in die Tiefe.

Mit dieser Ausgabe beginnen wir eine neue Kolumne. Jan Keith, langjähriger mare-Redakteur, war in seiner Jugend oft auf Hallig Hooge. Nun kehrt er dorthin zurück. Neugierig, was sich seither veränderte, entwickelt er seinen eigenen Blick auf die scheinbar kleine Welt im Watt. Ungewöhnliche Betrachtungen des Lebens auf Hooge aus dem Blickwinkel eines neugierigen Kosmopoliten erwarten Sie nun alle zwei Monate.

Und nun doch! Wir überschreiten die Zehn-Euro-Grenze zu einem Verkaufspreis von zwölf Euro je Ausgabe. Angesichts der Flut immer schnellerer und oberflächlicherer Informationen wollen wir Ihnen weiterhin vertiefende Berichte bieten, die rund um den Globus, exklusiv in Wort und Bild, aufwendig erarbeitet werden. Für 2,50 Euro mehr alle zwei Monate, also für gerade sechs Tassen Espresso im Jahr, können wir Ihnen das trotz der stetig steigenden Papierpreise und der konkurrierenden Werbeformate im Internet gewährleisten. Ich verspreche, dass wir nie an der Qualität unserer Beiträge sparen werden, sondern auch weiterhin versuchen, Ihnen unser Bestmögliches zu bieten. Zu Ihrem Vergnügen, aber auch zum Innehalten und Nachdenken, zum Erfreuen und Erschrecken. Und mit all unserer Kraft, Überzeugung und Leidenschaft.

Viel Spaß beim Lesen wünscht Ihnen Nikolaus Gelpke

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Die mare-Reportage

Whittier

Gemeinsam einsam

An einer einsamen Bucht in Alaska, nur durch einen Tunnel mit dem Rest der Welt verbunden, leben fast alle Einwohner einer Gemeinde unter einem Dach – in einem einzigen Hochhaus, das alles bietet, was eine Stadt zum Funktionieren braucht.

Politik

Sindbad

Die echten Sindbads

Die Erzählungen um die Märchenfigur Sindbad spielen zur Zeit des Kalifen Harun ar-Raschid – in jenem frühmittelalterlichen Arabien, in dem das Reiter- zu einem Seefahrervolk wurde.

Essay

Essay: Ein Problem, ja, aber es gibt größere

Der Mainstream der Medien erweckt derzeit den Eindruck, dass Plastikmüll die eigentliche Geißel des Meeres sei. Das ist eine verheerende Fehleinschätzung.

Leben

Blumenkinder

Verlorenes Paradies

Sie waren wahre Blumenkinder und verwirklichten ihre Idee eines Hippielebens am konsequentesten. Frühere Bewohner des Taylor Camp auf der Hawaii-Insel Kaua’i erzählen von ihrem Leben damals und heute.

Kombuese

Kombüse: Ein dicker Klops!

Der deutschen Nationalspeise fehlt heute eine entscheidende Zutat: In die Königsberger Klopse gehört nun einmal – Fisch. Ein Restaurant in Kaliningrad lehrt uns, wie sie richtig zubereitet werden.

Wissenschaft - Titel: Nacht im Meer

Nacht im Meer

Belles de Nuit

Der japanische Fotokünstler Ryo Minemizu porträtiert im Dunkel des Meeres unscheinbare Larven von Fischen und wirbellosen Tieren­ und verwandelt sie in zauberhafte Schönheiten.

Nachtschwaermer

Nachtschwärmer

Nachts im Meer steht das Leben nicht still. Viele Bewohner der Ozeane trauen sich dann erst aus ihren Verstecken und gehen auf Jagd, manche warten auf die Dunkelheit, um sich zu paaren. Nur: Wie kommen sie zurecht, wenn kein Licht ihnen den Weg weist? So manches Rätsel ist noch ungelöst.

Vertikalmigration

Im Rhythmus des Lichtes

Allabendlich wandern gewaltige Lebensgemeinschaften an die Meeresoberfläche und am Morgen wieder zurück in die Tiefe. Es ist die größte Migrationsbewegung der Welt.

Kultur

Buster Keaton

Buster Keaton fährt zur See

Neben Charlie Chaplin war Buster Keaton Hollywoods größter Stummfilmstar. Und seinen größten Erfolg drehte er auf einem alten Dampfer.

Murano

Murano – Geheimnisse aus Glas

In Venedigs Lagune liegt das Weltzentrum der Glaskunst. Hier entsteht in verschwiegenen Verfahren exklusivstes Kunsthandwerk.

Wirtschaft

Algen

Korsar der Gewürze

Der französische Dreisternekoch Olivier Roellinger fand zu seinem gastrosophischen Gipfel durch das Studium der Gewürze.

Gewuerze

Gepfefferte Preise

Luxusgut, Statussymbol, Heil- und Genussmittel und erstes Handelsgut einer globalisierten Wirtschaft – Gewürze waren begehrte Reichtümer, die Imperien begründeten, und ihre Geschichte erzählt von aufregenden Abenteuern und Eroberungen.