Traumschiff

„Es gibt Illusionen, um die ist es schade, wenn man sie stört.“
„Vielleicht das letzte Radikalgenie.“ Frankfurter Allgemeine Zeitung
Das Leben ist ein Traum! Ist es das? Gregor Lanmeister, einst ein erfolgreicher, wenn auch zweifelhafter Geschäftsmann, ist auf Weltreise an Bord eines Kreuzfahrtschiffes. Mit ihm reisen 144 Auserwählte, die das Schiff nicht mehr verlassen werden. Sie bleiben, um zu gehen. So wie er selbst – das wird ihm zunehmend bewusst. Minutiös beobachtet er das Geschehen an Bord und findet sich bald inmitten einer Gesellschaft eigenwilliger Persönlichkeiten wieder – da ist Monsieur Bayoun, sein Lehrmeister und Freund, der ihm ein geheimnisvolles Spiel hinterlässt; da sind die dralle, freche Frau Seifert sowie Kateryna, eine junge russische Pianistin, die er liebevoll Lastotschka, Feenseeschwalbe, nennt, außerdem ein schrulliger Clochard zur See und die stolze Lady Porto – sie alle und noch viele mehr nehmen mit ihm Abschied. Sodass er, von einer ihm vorher gänzlich fremden Sehnsucht erfasst, zu erkennen beginnt, was es mit diesem Sperlingsspiel auf sich hat. Über das Meer entdeckt Lanmeister den stillen Reichtum Leben, es eröffnen sich ihm immer neue Momente von märchenhafter Schönheit, bis Zeit und Meer, Vergänglichkeit und Traum zu einem rätselhaft entrückten Kosmos verschmelzen.
In seinem neuen Roman schlägt Alban Nikolai Herbst einen ungewöhnlichen, zärtlichen und gütigen Ton an. Geistreich, unmittelbar und humorvoll erzählt er vom Sterben als einem letzten großen Gesang auf das Leben.
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Traumschiff
Roman
gebunden mit Schutzumschlag und Lesebändchen
320 Seiten
ISBN: 978-3-86648-215-9
Erscheinungsdatum: 11.08.15
Als mare-eBook bei allen üblichen Händlern verfügbar
„Ein traumhaft schönes Buch. (…) Ein Wortkomponist.“
rbb Radio Eins
„Ein ungewöhnlicher Roman über das Sterben, der doch als ein betörender Gesang auf das Leben zu lesen ist.“
MDR Figaro
„Dass Herbst seinen Protagonisten nie vorschiebt, um dem Leser eigene Überzeugungen zum Thema Tod aufzunötigen, ist eine Stärke des Romans. Stattdessen regt diese meisterlich erzählte Sterbegeschichte uns zur Auseinandersetzung mit dem eigenen Ende an.“
Volltext
„Ein staunenswert schöner Roman über das Sterben.“
Die Zeit
„Im Traumschiff nun entwickelt er einen Sprachsog, in dem die Farben des Meeres, die Bewegungen des Schiffes, das uralte oder höchst neue Wortgut der Fahrensleute, das Einerlei des Vergnügungs-Bord-Alltages und die Charaktere der Mitreisenden zusammenfließen oder aufeinander prallen. Konsequent und humorvoll.“
neues deutschland
„So erweist sich Herbsts Traumschiff weniger als ein Buch über das Sterben oder über Senilität, sondern als ein eindringlicher Roman über den Triumph der Kunst über den Tod.“
SR2
„Eine Meditation über das Abschiednehmen.“
Kieler Nachrichten
„Mit Traumschiff ist Alban Nikolai Herbst gelungen, was Thomas Mann angestrebt haben soll: Heitere Ironie im Angesicht des Todes.“
ORF Ö1
„Er hat ein bemerkenswertes, nachdenklich stimmendes Buch geschrieben, das, wie jedes Kreuzfahrtschiff auch, vom Meer getragen wird, von dem sich sagen lässt, dass es, passend zum Verlagsnamen, der eigentliche Held ist.“
Wiener Zeitung
„Eine Reise wie ein Abschiedsfest für das Leben, bei der das magische Denken einer Sehnsucht einsetzt, die weiß: 'Jede Faser der Welt wurzelt im Drüben.' – Selten wurde so unmittelbar und versöhnlich über eine Utopie des Sterbens geschrieben."
WDR 5
„Ein bemerkenswerter Roman über die gesteigerte Lebensintensität vor dem Tod, oft lakonisch-komisch, oft sehr berührend, mit einer wirklich unerwarteten Schlusspointe (...).“
Die Presse
„Das literarische Spiel mit den Wirklichkeiten, der visionäre Blick in die Zukunft, indem die Erzählungen der Vergangenheit ernst genommen werden, die nahezu rebellische Reflexion über die Sprache, all dies wird in Traumschiff meisterhaft, weil unaufdringlich entfaltet. Lanmeister hält sich für einen 'Fahrgast', nicht für einen 'Patienten', und dieses Selbstbewusstsein, das sich in eine Sehnsucht, auch beim Leser, verwandelt, verschlägt einem auf den letzten Seiten des Romans, spätestens aber in jenem Moment die Sprache, als der moribunde Held sich mit dem Sprechen versöhnt. Selten wurde so klug, kritisch und lebensfroh über das Sterben fabuliert wie in diesem Roman.“
SWR 2

Alban Nikolai Herbst

Alban Nikolai Herbst, geboren 1955, ist mehrfach ausgezeichneter Autor von bislang rund 30 Romanen, Erzähl- und Gedichtbänden, sowie poetischer Hörstücke, die er für den Rundfunk meist selbst inszeniert. Zuletzt schloss er 2013 mit Argo seine monumentale Anderswelt- Trilogie ab. Bei mare erschien zehn Jahre zuvor sein umstrittener Roman Meere.

Alban Nikolai Herbst
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